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Sorgen vor China-KracherVerstappen motzt: „Formel 1 ist wie Mario Kart“

Max Verstappen motzt mal wieder – diesmal geht ihm aber wie einigen seiner Kollegen. Das neue Reglement mit dem Boost-Button stößt den Fahrern sauer auf.

Die Formel 1 spaltet mal wieder das Fahrerlager und die Fanszene. Die einen freuten sich über das Überhol-Spektakel vom WM-Auftakt in Melbourne.

Die anderen geißeln die 120 Manöver wegen des neuen Elektro-Boosts als zu künstlich und befürchten aufgrund der großen Tempounterschiede für das kommende China-Rennen (Sonntag, 15. März 2026, 8 Uhr, Sky) sogar erhöhte Crash-Gefahr. Hauptkritiker sind ausgerechnet die aktuell Erfolgreichsten: Weltmeister Lando Norris (26) und Vize Max Verstappen (28).

Max Verstappen motzt über Formel 1

Der Niederländer schimpfte nach seinem Quali-Dreher in Melbourne trotz Aufholjagd vom 20. auf den sechsten Platz: „Wenn euch das Rennen gefallen hat, okay. Aber wenn ich so etwas will, spiele ich Mario Kart. Ich persönlich kann es nicht genießen.“

In Schanghai legte „Mad Max“ mit einem spöttischen Grinsen nach: „Ich habe den Simulator gegen meine Nintendo Switch getauscht. Ich trainiere ein bisschen Mario Kart, die Pilze kann ich dort schon ziemlich gut einsetzen.“

Im Videospiel verleihen die rot-weißen Pilze einen kurzzeitigen Temposchub, der ideal zum Überholen, schnellen Durchqueren von Offroad-Abschnitten oder Abkürzen genutzt wird. Ähnlich fühlt sich Verstappen mit dem Boost-Button, der die vollen 450 PS des Elektromotors an die Hinterräder schickt.

Das Problem: Wenn der Gegner gerade einen geringeren Batterieladestand hat, können laut Norris „Geschwindigkeitsunterschiede von 30, 40, 50 km/h“ entstehen. Die Folge: „Und wenn man sich bei dieser Geschwindigkeit trifft, dann fliegst du, dann fliegst du über den Zaun, und du kannst dir und vielleicht auch anderen großen Schaden zufügen. Das ist ein ziemlich schrecklicher Gedanke.“

Und jetzt geht es auf die Schanghai-Piste mit einer der längsten Geraden des Rennkalenders (1,2 km). Norris befürchtet: „Das wird Chaos. Wir werden einen großen Unfall haben. Wir können nur darauf warten, dass etwas passiert und etwas furchtbar schiefgeht, und das ist keine angenehme Situation.“

Wesentlich angenehmer ist die Situation natürlich für Mercedes. Das Silber-Imperium schlägt nach Jahren der Red-Bull- und McLaren-Dominanz zurück. Wie schon 2014 dank der großen Regel-Reform, allerdings harmoniert der W17 auch besser mit dem Monster-Motor als die Boliden der Kundenteams McLaren, Alpine und Williams.

Verstappen, der bei seinem 24-Stunden-Rennen-Debüt auf dem Nürburgring (16./17. Mai 2026) pikanterweise einen Mercedes GT3 steuert, sagt über Melbourne-Sieger George Russell (28) und Kimi Antonelli (19): „Sie sind in einer sehr starken Position.“ Aber er gibt die Hoffnung auf eine steilere Entwicklungskurve seines Red-Bull-Ford-Teams nicht auf: „Es macht keinen Spaß, das Auto zu fahren, aber ich arbeite wahnsinnig gern mit allen Leuten im Team zusammen. Wer am Ende der sehr langen Saison den Titel holt, muss man abwarten.“

Auch Mercedes-Rekordsieger Lewis Hamilton (41) erwartet trotz der überraschend guten Pace seines Ferrari SF-26 und Platz vier hinter Teamkollege Charles Leclerc (28): „Es wird sehr hart, Mercedes zu schlagen.“ Doch Russell warnt vor dem ersten Sprintrennen der Saison (Samstag, 14. März 2026, 4 Uhr, Sky): „Ferrari ist exakt die Rundenzeiten gefahren, die wir auch hatten. Ich glaube, dass viele es im Qualifying nicht optimal hinbekommen haben, aber im Rennen hat sich die wahre Geschwindigkeit gezeigt.“ Bleibt nur noch die Frage, wer in China am meisten Pilze futtert ...

Max Verstappen hat aktuell keinen Spaß an der Formel 1.

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