Mord-Anschlag bei Rallye Dakar? Französischer Pilot bei Explosion an Fahrzeug verletzt

Rallye Dakar 2021: Fahrer Philippe Boutron flitzt durch die saudi-arabische Wüste.

Rallye-Dakar-Fahrer Philippe Boutron am 8. Januar 2021 in der saudi-arabischen Wüste.

Schock-Nachricht von der Rallye Dakar: Bei einer Auto-Explosion ist ein französischer Fahrer wohl schwer verletzt worden. Das französische Außenministerium ruft in seinen Reisehinweisen zu „maximaler Wachsamkeit“ auf.

Schockierende Nachrichten aus Frankreich: Bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien ist der französische Fahrer Philippe Boutron (61) bei einer Explosion an seinem Fahrzeug offenbar schwer verletzt worden. Wie die Organisatoren der Rallye am Samstag (1. Dezember 2021) mitteilten, soll der Pilot nach einer Operation in sein Heimatland Frankreich ausgeflogen werden.

Der Fahrer war laut Angaben des Rallye-Veranstalters ASO am Donnerstag schwer verletzt worden, als sein Fahrzeug durch eine „plötzliche Explosion“ gestoppt wurde. Die Polizei wollte demnach „keine Möglichkeit ausschließen, auch keinen böswilligen Akt“.

Saudi-arabischer Innenminister widerspricht Meldungen

Kurz darauf erklärte jedoch der saudi-arabische Innenminister auf Twitter, es gebe keinen „kriminellen Verdacht“ für die Ursache des „Unfalls“. Seinen Angaben zufolge handelte es sich bei dem verunglückten Fahrzeug um ein Begleitfahrzeug mit insgesamt sechs Passagieren an Bord, von denen einer ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sein Zustand war demnach nicht kritisch.

Ungewissheit gab es auch lange über die verletzte Person. Rennleiter David Castera (51) brachte dann aber Licht ins Dunkele und erklärte in einem Interview mit französischen Medien, dass es sich bei dem Fahrer um Philippe Boutron handelte. Dieser nahm bereits das neunte Mal an der Rallye teil und ist seit 2010 Präsident des französischen Fußball-Drittligisten US Orléans.

Nach Angaben der Rallye-Veranstalter musste Boutron am Bein operiert werden. Dem französischen Außenministerium zufolge blieben die anderen fünf Passagiere unverletzt.

Trotz der Versicherungen der saudi-arabischen Behörden wurden die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Rallye-Lager erheblich verstärkt, wie ein AFP-Reporter berichtete. In den Reisehinweisen auf seiner Website rief das französische Außenministerium nach der „Explosion“ ebenfalls zu „maximaler Wachsamkeit“ auf und betonte, dass „die Hypothese eines kriminellen Akts nicht ausgeschlossen“ sei. (sid)

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