Nach dramatischem Saisonfinale Masi als Rennleiter der Formel 1 rausgeschmissen – VAR soll kommen

Timo Glock interviewt Michael Masi.

Michael Masi (Mitte), hier am 11. Dezember 2021 mit Sky-Experte Timo Glock, wurde als Rennleiter in der Formel 1 jetzt abgesetzt.

Rennleiter Michael Masi geriet durch das vorjährige Saisonfinale in der Formel 1 in die Kritik. Nun hat die FIA den Australier als Rennleiter der Königsklasse des Motorsports abgesetzt.

Es war eines der dramatischsten Finals in der Geschichte der Formel 1. Max Verstappen (24) überholte Lewis Hamilton (36) im letzten Rennen der vergangenen Saison in der letzten Runde – nach einer umstrittenen Safety-Car-Phase. Danach stark in der Kritik: Rennleiter Michael Masi (44).

Formel 1: Michael Masi nicht mehr länger Rennleiter

Der Italiener wurde nun von FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem (60) als Rennleiter abgesetzt, wie der Internationale Automobilverband am Donnerstag (17. Februar 2022) bekannt gab.

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Ben Sulayem erklärte, dass bereits ab den Testfahrten kommende Woche auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona das neue „Renn-Management“ im Einsatz sei. Demnach sollen sich der deutsche ehemalige DTM-Rennleiter Niels Wittich und der ehemalige Rallye-Renndirektor Eduardo Freitas künftig abwechseln. Unterstützt werden sie permanent von Herbie Blash als sogenanntem Senior Advisor.

Bekommt Formel 1 einen VAR wie im Fußball?

Bei Masi, der den Posten des Rennleiters vor der Saison 2019 nach dem überraschenden Tod von Charlie Whiting übernommen hatte, bedankte sich Ben Sulayem. Der Australier bekomme einen neuen Posten innerhalb der FIA angeboten.

Der neue FIA-Chef kündigte in seiner mehrere Punkte umfassenden Neustrukturierung nach den Vorkommnissen beim Finale vergangenes Jahr auch einen Videoschiedsrichter für die Formel 1 – vergleichbar mit dem VAR im Fußball – an.

Aufnahmen vom Funkverkehr veröffentlicht

Masi war am 12. Dezember vergangenen Jahres schwer in die Kritik geraten. Beim entscheidenden Rennen um den Titel hatte er mit seinen Entscheidungen das finale Überholmanöver von Max Verstappen im Red Bull gegen Lewis Hamilton im Mercedes erst ermöglicht.

Jüngst waren in dem Zusammenhang Aufnahmen des Funkverkehrs zwischen Masi und dem Kommandostand von Red Bull aufgetaucht, in dem vom Rennstall das unmittelbar danach praktizierte Szenario beschrieben wurde.

Ben Sulaymen bekam nach eigenen Angaben für seine Pläne einstimmige Unterstützung von Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali (56) sowie den Teamchefs. Er habe sie auch dem World Motor Sport Council und dem Senat des Verbandes vorgelegt und ebenfalls die volle Unterstützung erfahren. (tsc/dpa)

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