USA: 25 Orte zwischen Heldentaten und finsteren Kapiteln.
Der amerikanische TraumEine Reise zu 25 Orten zwischen Freiheit und dunklen Kapiteln

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Vor 250 Jahren unterzeichneten 13 britische Kolonien die Unabhängigkeitserklärung - der 4. Juli 1776 gilt als Gründungstag der Vereinigten Staaten von Amerika.
In den Vereinigten Staaten ist der 4. Juli ein gewaltiger Anlass zum Feiern. Und dieses Jahr soll alles noch größer werden: Zum 250. Jubiläum der Unabhängigkeit steigt die „größte synchronisierte Feier zum Unabhängigkeitstag in der Historie der USA“. Doch die Vergangenheit des Landes ist nicht nur Party und Feuerwerk. Sie ist voller Heldentaten, finsterer Kapitel und krasser Wendungen. Wir nehmen euch mit auf eine Tour zu 25 Orten, die man gesehen haben muss, um Amerika wirklich zu verstehen.
Hier fing alles an! In der Independence Hall in Philadelphia wurde die Unabhängigkeitserklärung an diesem Tag, dem 4. Juli 1776, verabschiedet. Ein weltbewegender Augenblick, der die Vereinigten Staaten von Amerika begründete. In diesem Saal des Pennsylvania State House wurde damals Geschichte geschrieben.
Die Geburt einer Nation
Stellt euch vor, ihr steht in der Wall Street in New York. Exakt hier, auf dem Balkon der Federal Hall, leistete George Washington im Jahr 1789 seinen Eid als allererster US-Präsident. Heute könnt ihr im Museum in die Gründungszeit der Nation eintauchen.
Ein Muss für jeden Trip nach Washington, D.C.: das Weiße Haus. Seit 1800 dient es als Amtssitz der US-Präsidenten; als erster zog John Adams ein. Reinkommen ist für Touristen zwar nicht drin, aber das White House Visitor Center gewährt bei einer interaktiven Tour trotzdem spannende Einblicke.
Gigantisch und ikonisch: Das Kapitol in Washington ist das Herzstück der US-Demokratie. Schon am 17. November 1800 tagte hier der Kongress zum ersten Mal. Ein Symbol für die junge Republik, das bis heute Millionen von Menschen anzieht.
Eine Festung in Sternform, die zur Legende wurde. Von Fort McHenry aus wehrten die Amerikaner 1814 die britische Flotte ab. Der Anblick der gehissten Flagge inspirierte ein Gedicht, das später zur Nationalhymne wurde: „The Star-Spangled Banner“.
Goldrausch, Sklaverei und ein geteiltes Land
Eine Wasserstraße, die alles veränderte. Der 1825 eröffnete Erie Canal verband die Großen Seen mit dem Atlantik und machte New York zur Handelsmetropole. Heute ist der Kanal ein Paradies für Hausboote, Paddler und Radfahrer – perfekt für einen entspannten Ausflug.
Eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte. Mit dem „Indian Removal Act“ von 1830 begann die brutale Zwangsumsiedlung der Ureinwohner Amerikas. Auf dem „Pfad der Tränen“ starben Tausende, allein unter den Cherokee waren es Schätzungen zufolge 4000 bis 5000 Menschen. Der heutige Trail of Tears National Historic Trail ist ein riesiges Netz aus Wegen und Gedenkorten, das an diese Tragödie erinnert.
Ein winziges Goldnugget löste eine Massenbewegung aus. Als James W. Marshall am 24. Januar 1848 am American River Gold fand, begann der kalifornische Goldrausch. Im Marshall Gold Discovery State Historic Park könnt ihr den historischen Ort besuchen und euch sogar selbst im Goldwaschen versuchen.
Der Funke, der das Pulverfass entzündete. Am 16. Oktober 1859 überfiel der Sklaverei-Gegner John Brown hier ein Waffenlager, um einen Sklavenaufstand anzuzetteln. Der Plan scheiterte, Brown wurde hingerichtet, doch der Vorfall heizte den Konflikt vor dem Bürgerkrieg massiv an. Heute führen Ranger durch den historischen Park in Harpers Ferry.
Aufbruch in die Moderne
Die Wende im Bürgerkrieg. Die Schlacht von Gettysburg (1. bis 3. Juli 1863) war ein entscheidender Sieg für die Nordstaaten. Präsident Abraham Lincolns berühmte Rede machte den Ort endgültig zum Symbol für die „neue Geburt der Freiheit“. Ihr könnt das riesige Schlachtfeld mit dem Auto, Rad oder zu Fuß erkunden.

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Gettysburg gilt als Wendepunkt im Amerikanischen Bürgerkrieg - die Nordstaaten gewannen, viele sehen darin die zweite Geburt der USA. Noch heute ist das Schlachtfeld von 1863 ein wichtiger und viel besuchter Symbolort.
Der erste Nationalpark der Welt! Gegründet 1872, ist Yellowstone ein Naturwunder mit Geysiren, Canyons und einer unglaublichen Tierwelt. Hier leben Grizzlys, Wölfe und die größte Bisonherde der USA. Ein Ort, der die Idee des Naturschutzes weltweit bekannt machte.
Das Symbol für Freiheit und die USA schlechthin. Die Freiheitsstatue war ein Geschenk Frankreichs und wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht. Das Beste: Ihr könnt der Lady fast bis in die Krone steigen und den Wahnsinns-Ausblick über New York genießen.
Das Tor nach Amerika. Zwischen 1892 und 1954 kamen Millionen Einwanderer über Ellis Island in die USA – für viele der Start in ein neues Leben, für manche aber auch das Ende eines Traums. Heute ist die Insel ein bewegendes Museum, das vom „amerikanischen Traum“ erzählt.
Autos, Weltkriege und große Träume
Hier hob die Menschheit ab! Der 17. Dezember 1903 war der Tag, an dem die Gebrüder Wright ihren ersten Motorflug schafften. Oder etwa nicht? Manche Historiker sagen, der deutschstämmige Gustave Whitehead sei ihnen zwei Jahre zuvor zuvorgekommen. Ein kleiner „Wie bitte?!“-Moment der Geschichte. Touristisch sind die Wrights aber klar die Nummer eins.
Das Auto für alle! Mit dem Ford Model T begann 1913 die Massenproduktion am Fließband. In der historischen Piquette Avenue Plant in Detroit, wo das legendäre Auto entwickelt wurde, könnt ihr heute ein Museum besuchen. Und im nahen Greenfield Village ist sogar eine Mitfahrt im Oldtimer drin!
Der Roadtrip eures Lebens. Die legendäre Route 66, 1926 eröffnet, ist der Mythos der Autonation USA. Fast 4.000 Kilometer von Chicago nach Santa Monica, vorbei an alten Motels, Diners und durch monumentale Landschaften. Ein Abenteuer durch drei Zeitzonen.

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Eine der berühmtesten Brücken der Welt - auch wegen ihrer besonderen Ästhetik: Die Golden Gate Bridge überspannt seit 1937 die Bucht von San Francisco.
Das Wahrzeichen der Westküste. Bei ihrer Eröffnung 1937 war die Golden Gate Bridge die längste Hängebrücke der Welt. Ob zu Fuß, mit dem Auto oder vom Boot aus – der Anblick der roten Brücke ist einfach unvergesslich. Postkarten-Motive garantiert!
Bürgerrechte, Skandale und Popkultur
Ein Angriff, der die Welt veränderte. Japans Attacke auf die US-Marinebasis Pearl Harbor erfolgte am 7. Dezember 1941. Über 2.400 Amerikaner starben. Am nächsten Tag traten die USA in den Zweiten Weltkrieg ein. Das National Memorial auf Hawaii ist ein Ort des Gedenkens an diesen Wendepunkt der Geschichte.
Neun mutige Schülerinnen und Schüler gegen den Hass. 1957 sollten die „Little Rock Nine“ als erste Afroamerikaner eine „weiße“ Schule besuchen. Der Gouverneur wollte es mit der Nationalgarde verhindern, doch US-Präsident Dwight D. Eisenhower schickte die Armee, um ihr Recht durchzusetzen. Ein Meilenstein im Kampf für Gleichberechtigung.
„I have a dream…“ An den Stufen des Lincoln Memorial hielt Martin Luther King Jr. vor Hunderttausenden am 28. August 1963 seine weltberühmte Rede. Ein Gänsehaut-Moment der Bürgerrechtsbewegung. Nur wenige Monate später erschütterte die Ermordung von Präsident John F. Kennedy in Dallas die Nation.
Der Skandal, der einen Präsidenten stürzte. Ein Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten, der sich am 17. Juni 1972 ereignete, führte zum Rücktritt von Richard Nixon – bis heute einmalig. Wie bitte?! Das Hotelzimmer, von dem aus die Einbrecher operierten, könnt ihr heute als „Scandal Suite“ im Watergate Hotel buchen.
Moderne Zeiten: Kunst, Wandel und Versöhnung
Das Mekka für Elvis-Fans. In seinem Anwesen Graceland in Memphis wurde der King of Rock 'n' Roll 1977 tot aufgefunden. Seit 1982 ist es ein Museum und eines der meistbesuchten Privathäuser der USA. Jedes Jahr pilgern Hunderttausende hierher.
Eine moderne Akropolis über den Dächern von L.A. Das 1997 eröffnete Getty Center ist nicht nur eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA, sondern auch ein architektonisches Meisterwerk. Allein der Bau ist schon den Besuch wert.
Ein Park auf alten Gleisen. Wo früher Güterzüge durch Manhattan ratterten, erholen sich heute Millionen Menschen. Der 2009 eröffnete High Line Park wurde zum weltweiten Vorbild für coole Stadtentwicklung und ist bei Locals und Touristen gleichermaßen beliebt.
Ein Museum, das eine ganze Geschichte erzählt. 2016 von Barack Obama eröffnet, beleuchtet das National Museum of African American History and Culture die afroamerikanische Erfahrung – von der Sklaverei bis zur Bürgerrechtsbewegung, von Musik bis Sport. Ein wichtiges und versöhnliches Stück USA an der National Mall in Washington. (dpa/red)
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