Russell mit Rache-Bestzeit! Teamkollege verzweifelt
„Oh mein Gott“Antonelli flucht am Funk, Teamkollege Russell holt die Bestzeit

Copyright: Fatima Shbair/AP/dpa
George Russell zeigt sich nach seiner Fürstentum-Enttäuschung verbessert.
Die Monaco-Pleite ist noch nicht verdaut, da sinnt George Russell schon auf Rache im Mercedes-Stallduell gegen Kimi Antonelli. Und der Brite liefert! Beim letzten Training in Spanien, auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya, setzte er mit 1:15,679 Minuten die absolute Bestzeit.
Durch seinen zwölften Rang vor einer Woche in Monaco war Russell auf den dritten WM-Platz zurückgefallen. Jetzt zeigte er Stärke: Oscar Piastri im aufgerüsteten McLaren ließ er mit einem Abstand von 0,214 Sekunden hinter sich auf Position zwei. Das nährt die Träume von der Pole Position bei der Quali am Nachmittag (16.00 Uhr/Sky).
Teamkollege Antonelli verzweifelt am Funk
Ganz anders lief es für seinen Teamkollegen. Der italienische Seriensieger Kimi Antonelli landete nur auf dem siebten Rang, mit einem deutlichen Rückstand von 0,821 Sekunden auf Russell. Er schimpfte über zu viel Verkehr auf der Piste, der eine schnelle Zeit verhinderte. In den letzten Minuten platzte ihm dann der Kragen am Funk: „Oh mein Gott, es ist einfach unglaublich. Ich komme an die Box“, beklagte sich der sichtlich genervte Antonelli.
Hülkenberg stark, Drama bei Cadillac
Bei brütender Hitze mit 31 Grad in der Luft und beinahe 50 Grad auf dem Streckenbelag sicherte sich Charles Leclerc im Ferrari (+0,243 Sekunden) den dritten Platz. Eine erfreuliche Nachricht gab es auch für die deutschen Fans: Nico Hülkenberg pilotierte seinen Audi auf einen respektablen neunten Rang.
Ein Drama spielte sich unterdessen bei Cadillac ab, wo die Sorgen um die Bremsen weitergehen. Valtteri Bottas landete mit seinem Boliden im Kies von Kurve zehn und musste aufgeben. Das sorgte für eine Unterbrechung mit Roten Flaggen etwa 25 Minuten vor dem Trainingsende. „Die Bremsen sind futsch“, funkte ein frustrierter Bottas. Schon in Monaco zwangen ihn kaputte Bremsen zur Aufgabe, während sein Kollege Sergio Perez dort sogar mit lodernden Bremsen kämpfte.
WM-Stand: Italiener dominiert
In der Weltmeisterschaftswertung hat Antonelli die Nase vorn: Er liegt mit einem komfortablen Polster von 66 Zählern vor Lewis Hamilton. Hamilton beendete das Training im zweiten Ferrari als Fünfter, knapp vor dem amtierenden Champion Max Verstappen im Red Bull. Der junge Mercedes-Pilot dominiert die Saison bisher nach Belieben und hat mit Ausnahme des Saisonstarts in Australien jedes Rennen für sich entschieden. In Spanien peilt der 19 Jahre alte Italiener nun seinen sechsten Triumph in Folge an. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
