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Bärenstarke Leistung Deutschland furios zum EM-Gruppensieg nach Corona-Chaos

Deutschlands Pilipp Weber fliegt aufs polnische Tor zu.

Freie Bahn zum Tor: Pilipp Weber setzt zum Sprungwurf gegen Polen am 18. Januar 2022 an.

Die deutschen Handballer haben bei der EM ihr abschließendes Vorrundenspiel gewonnen und sich den Gruppensieg gesichert. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason bezwang Polen.

Was für eine Antwort nach dem ganzen Corona-Wirbel. Neun positive Fälle, nur noch ein Torwart und lediglich 14 Spieler im Kader. Trotz dieses Rumpf-Teams leben die EM-Hoffnungen mehr denn je weiter.

Die deutschen Handballer haben nach den Coronafällen acht und neun im Team die EM-Vorrunde mit drei Siegen beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason (62) schlug Polen mit 30:23 (15:12) und zog als souveräner Gruppensieger in die Hauptrunde ein.

„Die individuelle Klasse kenne ich sehr gut. Dass sie es unter diesen Bedingungen, unter diesem Druck machen können, ist natürlich großartig. Man hat den ganzen Tag gemerkt, wie sehr die Jungs fokussiert waren. Riesiges Kompliment, was sie gezeigt haben. Überragende Abwehr, überragender Angriff - von der ersten Minute an voll da“, lobte Gislason.

Kapitän Johannes Golla fügte hinzu: „Grundsätzlich habe ich uns das zugetraut, weil wir in den letzten Spielen gezeigt haben, dass wir es drauf haben. Die Vorzeichen standen vor dem Spiel nicht gut. Das war keine optimale Spielvorbereitung. Wir haben zwei Tage in der Isolation verbraucht.“ Mit Blick auf das nächste Spiel sagte Golla: „Es wird nicht leichter. Wir wussten, dass das Spiel gegen Polen extrem wichtig ist.“

Unter widrigen Umständen musste das deutsche Team ins Vorrunden-Finale. Umso beachtlicher war die sportliche Leistung gegen die bis dato ungeschlagenen Polen. Christoph Steinert avancierte an seinem 32. Geburtstag mit neun Treffern zum besten Werfer, und auch der 21 Jahre Team-Youngster Julian Köster (sechs Tore) wuchs am Dienstagabend (18. Januar 2022) über sich hinaus.

Zudem machte der 39 Jahre alte Nachrücker Johannes Bitter einen richtig guten Job. Der wie vier weitere Akteure erst am Spieltag eingeflogene Keeper gab seinem unerfahrenen Team enorm viel Sicherheit und machte das coronabedingte Fehlen des etatmäßigen Torwart-Duos Andreas Wolff und Till Klimpke vergessen - die Defensivleistung war phasenweise Weltklasse.

Nachrücker Johannes Bitter mit starker Leistung im Tor

Die deutschen Spieler waren von Beginn an wild entschlossen, die Corona-Turbulenzen schienen Kapitän Johannes Golla und Co. nur noch mehr zu motivieren. „Das waren gnadenlose Emotionen. Es ist begeisternd, was die Jungs bis hier gezeigt haben“, schwärmte Sportvorstand Axel Kromer schon zur Pause. Spätestens beim Stand von 23:17 (50.) war das Spiel entschieden.

Und so startet Deutschland am Donnerstag gegen Europameister Spanien mit 2:0 Punkten in die Hauptrunde in Bratislava. Die weiteren Gegner in der nächsten Turnierphase sind Norwegen (Freitag), Vizeweltmeister Schweden (Sonntag) und Russland (Dienstag). Die zwei besten Nationen der beiden Sechsergruppen qualifizieren sich für das Halbfinale in Budapest. (msw/dpa)

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