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Ekelhafte Tat Spanner installierte Kameras in Duschen von Bundesliga-Handballerinnen

Die Spielerinnen von Buchholz 08-Rosengarten stehen vor dem Anpfiff nebeneinander auf dem Feld.

Die Bundesliga-Handballerinnen von Buchholz 08-Rosengarten vor ihrem Spiel am 2. Januar 2022.

Wegen Filmaufnahmen in den Umkleideräumen von Top-Handballerinnen hat die Polizei in Niedersachsen einen 55-Jährigen aus Buchholz unter Verdacht.

Die Handball-Bundesliga der Frauen wird von einem unfassbaren Spanner-Skandal überschattet. Beim Spiel der Handball Luchse Buchholz 08-Rosengarten gegen die SG BBM Bietigheim am 18. September 2021 wurden noch vor dem Anpfiff in beiden Umkleidekabinen versteckte Kameras entdeckt.

Die Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber dem „Winsener Anzeiger“. Den Spielerinnen waren in der Kabine merkwürdige Lichtschalter-Attrappen aufgefallen, die sich als Kameras mit Speichermedium entpuppten. Man habe insgesamt drei solcher Attrappen in den „Nassbereichen beider Umkleidekabinen gefunden“, sagte Polizeisprecher Jan Krüger. Es seien nur Bilder beim Betreten der Kabine entstanden, nicht von entkleideten Handballerinnen.

„Ich bin weiterhin geschockt und hoffe, dass derjenige überführt wird. Ich bin erschrocken über diese Perversität, die dann teilweise auch über das Internet hinzukommt“, sagte Buchholz-Geschäftsführer Sven Dubau nach dem Vorfall, der aus ermittlungstechnischen Gründen erst jetzt von der Polizei publik gemacht wurde, zur „Bild“.

Buchholz verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in der Halle

„Wir machen seitdem noch einen Rundgang durch die Halle, nehmen die Halle ab. Wir haben dazu noch zwei Aufpasser, damit nicht Leute reinkönnen, die da nicht hingehören“, ergänzte Dubau. Als Konsequenz aus dem Vorfall würden die Umkleiden bis zum Eintreffen der Spielerinnen verschlossen bleiben.

Polizei ermittelt gegen Mann aus Umfeld des Vereins Buchholz 08-Rosengarten

Die Polizei ermittelt aktuell gegen einen 55-Jährigen, der rund um die Heimspiele der Handballerinnen Zugang zur Nordheidehalle in Buchholz bei Hamburg hatte, weil er mit der Herrichtung der Halle für die Heimspiele beauftragt war.

Der Tatverdächtige bestreitet die Vorwürfe, in seiner Wohnung seien im Dezember aber Beweismittel sichergestellt worden. Ob der Verdächtige seine Kameras auch bei anderen Spielen installiert hat, ist noch offen. (msw)

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