Zweiter Vorfall binnen Tagen Wieder versteckte Kameras in Damen-Kabine: Handball-Bundesliga unter Schock

Die Spielerinnen der TuS Metzingen stehen während einer Auszeit beieinander

Die Spielerinnen der TuS Metzingen, hier während einer Auszeit im Spiel bei der HSG Blomberg-Lippe am 15. Januar 2022, haben in ihrer Umkleidekabine versteckte Kameras entdeckt.

Es war ein schockierender Fund, den die Bundesliga-Handballerinnen der TuS Metzingen Anfang der Woche in ihrer Umkleide machten: Dort waren versteckte Kameras montiert. Nun reagiert der Klub.

Was für ein widerlicher Fund! Die Handballerinnen der TuS Metzingen haben laut eigenen Aussagen zwei versteckte Kameras in einem Umkleideraum gefunden. Das berichtete der Bundesligist am Donnerstag (20. Januar 22) auf seiner vereinseigenen Website.

Demnach hätten die Spielerinnen die beiden Kameras Anfang der Woche in einem Umkleideraum der Öschhalle entdeckt, in dem das Team aus Baden-Württemberg trainiert und seine Heimspiele austrägt.

Handballerinnen finden versteckte Kameras in Kabine

Der Klub habe daraufhin die Polizei informiert. Diese habe dann laut Vereinsangaben binnen weniger Stunden „eine Person aus dem näheren Mannschaftsumfeld ermittelt, die nun unter dringendem Tatverdacht steht“. Um wen es sich dabei handelt, ist nicht bekannt. Die Zusammenarbeit mit der Person sei mit sofortiger Wirkung beendet worden, erklärte die TuS.

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Metzingen-Manager Ferenc Rott erklärte zu dem widerlichen Vorfall: „Diese widerliche Tat – zudem auch noch durch eine direkte Vertrauensperson –, ist einfach nur schockierend und hat uns alle sehr getroffen. Wir haben diesen Vorfall intensiv mit der Mannschaft besprochen und ich bin sehr beeindruckt, dass unsere Spielerinnen so stark zusammenhalten und gemeinsam beschlossen haben, das Spiel gegen Bietigheim zu bestreiten.“ Am Mittwochabend hatten die „Tussies“ im Baden-Derby gegen Spitzenreiter SG BBM Bietigheim 20:32 verloren.

TuS-Manager Rott: „Wir werden uns durch so etwas nicht kleinkriegen lassen – und dass das Team sofort wieder Handball spielen möchte, ist ein sehr starkes Signal. Wir haben in dieser schwierigen Zeit von Polizei, Verband und anderen Mannschaften viel Unterstützung erfahren. Das hilft natürlich, und dafür bedanken wir uns.“

Auch die Liga-Organisation HBF reagierte, teilte mit: „Wir möchten wir zum Ausdruck bringen, wie sehr uns der Vorfall in Metzingen schockiert hat. Wir verurteilen diese verwerfliche Handlung auf das Schärfste.“

Zweiter Voyeurs-Eklat in der Damen-Bundesliga

Es ist der zweite schockierende Fall in der Handball-Bundesliga binnen kurzer Zeit: Vor einer Woche waren sowohl die Bietigheimerinnen als auch das Team der HL Buchholz 08-Rosengarten Opfer eines voyeuristischen Angriffs geworden.

Beim Spiel zwischen beiden Teams im niedersächsischen Buchholz waren sowohl in der Heim- als auch in der Gästekabine Kameras entdeckt worden. Ein 55-Jähriger aus dem Vereinsumfeld der Handball-Luchse steht unter Verdacht, die Geräte in den Duschen installiert zu haben. Die Polizei ermittelt nun, durchsuchte unter anderem die Wohnung des Verdächtigen und stellte Beweismaterial sicher.

Nach dem neuerlichen Vorfall in Metzingen erklärte nun der HBF-Vorsitzende Andreas Thiel: „Eine solche kriminelle Tat widerspricht allen Werten, die wir als HBF zusammen mit unseren Vereinen vertreten. Die TuS Metzingen hat schnell gehandelt und umgehend die Polizei informiert, sodass bereits ein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte. Der Verein kann sich der vollen Unterstützung der HBF sicher sein.“ (kos)

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