Der Handball-Erstligist hat Interesse am deutschen Nationalspieler. In der Liga läuft es währenddessen immer besser für das Team von Trainer Valur.
„Job nicht richtig machen“Gummersbach-Boss spricht über möglichen Wolff-Wechsel

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Andreas Wolff könnte vor einem Sensationswechsel zum VfL Gummersbach stehen.
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Der VfL Gummersbach hat sich mit einem 39:29 (16:16)-Heimsieg gegen Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten auf Tabellenplatz sechs verbessert. Nach einer schwierigen ersten Hälfte steigerte sich die Mannschaft von Trainer Gudjon Valur Sigurdsson deutlich und feierte den bislang höchsten Saisonsieg.
Im Anschluss an die Partie äußerte sich Geschäftsführer Christoph Schindler auch zu den Gerüchten um einen möglichen Wechsel von Nationaltorhüter Andreas Wolff zum VfL.
Andreas Wolff vor Wechsel zum VfL?
Dabei sah es zunächst nicht nach einem souveränen Erfolg aus. Zwar erwischten die Gummersbacher einen guten Start und führten nach fünf Minuten mit 4:1, doch die Gäste fanden zunehmend besser ins Spiel. Mit einem geduldigen und langen Angriffsspiel gelang es Balingen immer wieder, die VfL-Abwehr vor Probleme zu stellen.
Nach dem 7:7 (13.) entwickelte sich eine intensive, ausgeglichene Partie. Beim Stand von 16:16 ging es in die Pause. „Die erste Hälfte haben wir wegen Miro überlebt, der fast alleine im Angriff unterwegs war“, lobte VfL-Coach Sigurdsson seinen Rückraumschützen Miro Schluroff. In der zweiten Hälfte präsentierten sich die Oberberger deutlich stärker. Mit einer stabileren Abwehr und einer guten Torhüterleistung im Rücken setzte sich Gummersbach ab.
Im Angriff fanden die Hausherren immer wieder den Kreis, wo Kristjan Horzen seine Chancen konsequent nutzte und am Ende acht Treffer erzielte. Auch gegen das zwischenzeitliche Sieben-gegen-sechs der Gäste fand der VfL die richtigen Antworten.
„Wir konnten auch ihr 7:6 gut wegverteidigen. Im Angriff war dann fast jeder Wurf drinnen, den wir uns genommen haben“, analysierte Sigurdsson. Am Ende gewann der VfL deutlich mit 39:29. Mit Blick auf die personelle Situation und die Belastung der vergangenen Tage zeigte er sich besonders zufrieden: „Ich bin sehr froh darüber und auch stolz auf die Jungs, dass wir am Ende dieser Woche und mit vielen Angeschlagenen mit zehn Toren gewinnen konnten.“
Abseits des sportlichen Erfolgs rückten nach der Partie erneut die Spekulationen um Andreas Wolff in den Mittelpunkt. Der Nationaltorhüter steht beim THW Kiel noch bis 2028 unter Vertrag. Seit vergangener Woche wird jedoch verstärkt über einen möglichen Wechsel diskutiert. Auch der VfL Gummersbach wird dabei immer wieder als möglicher Interessent genannt – teilweise sogar als Favorit.
Gummersbach beschäftigt sich mit Wolff
Im Gespräch ist sogar ein Wechsel schon im Sommer 2027. Schindler wollte sich zu konkreten Verhandlungen nicht äußern, machte aber deutlich, dass sich der VfL grundsätzlich mit einem Spieler dieser Klasse beschäftigen würde. „Wir versuchen immer, uns mit guten Spielern zu beschäftigen und uns im sportlichen Rahmen unserer Möglichkeiten bestmöglich weiterzuentwickeln“, sagte der Geschäftsführer. Sollte sich eine realistische Möglichkeit ergeben, Wolff zu verpflichten, wäre es aus seiner Sicht geradezu fahrlässig, diese nicht zu prüfen.
„Wenn es Spieler auf dem Niveau von Andreas Wolff gibt und es eine realistische Möglichkeit geben sollte, diesen zu holen, dann würde ich meinen Job nicht richtig machen, wenn wir uns nicht mit ihm beschäftigen würden.“ Der 35-Jährige sei „der beste deutsche Torhüter der letzten zehn Jahre“ und die Nummer eins im Nationalteam. Schindler ließ keinen Zweifel daran, dass er sich eine Zusammenarbeit vorstellen könnte: „Ich würde nicht Nein sagen, wenn er irgendwann bei uns im Tor steht.“
Gleichzeitig betonte der Geschäftsführer, dass er sich freue, dass der VfL öffentlich mit einem Spieler wie Wolff genannt wird. Noch vor einigen Jahren wäre es kaum vorstellbar gewesen, dass Gummersbach mit einem solchen Namen in Verbindung gebracht werde. Dass der Verein inzwischen als möglicher Arbeitgeber für einen Nationaltorhüter gehandelt wird, wertet Schindler als Zeichen der sportlichen Entwicklung.
Nach einer kurzen Länderspielpause wartet auf Gummersbach am Donnerstag, 12. November, die nächste große Herausforderung. Im Achtelfinale des DHB-Pokals gastiert der VfL um 19:30 Uhr bei der SG Flensburg-Handewitt. VfL Gummersbach: Schluroff (10), Horzen (8), Vujovic (5/3), Häseler, Hallbäck (je 4), Dujshebaev, Vidarsson (je 3), Sindrason, Biosca (je 1)


