Handball-EM Nach Absage-Plänen: Entscheidung über Deutschland-Spiel gefallen

Das Corona-Chaos bei der deutschen Handball-Nationalmannschaft sorgt weiter für Kopfzerbrechen, sogar eine Spielabsage stand im Raum. Die Entscheidung über diesen Antrag ist jetzt gefallen.

Nächste Stufe im Corona-Chaos bei der Handball-EM. Zwölf infizierte Spieler waren für die deutsche Nationalmannschaft einfach zu viel. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) wollte das für Donnerstag (20. Januar 2022, 18 Uhr) angesetzte erste Hauptrundenspiel gegen Spanien absagen.

Wegen der kritischen Personallage hatte der DHB am Mittwoch (19. Januar) einen Antrag auf Spielverlegung eingereicht, nachdem drei weitere Nationalspieler positiv getestet worden waren. Am Donnerstagmittag verkündete dann die Handball-Föderation EHF, dass sie den Antrag abgelehnt habe. 

Bei der Entscheidung seien mehrere Faktoren berücksichtigt worden, teilte die EHF mit. Dazu gehörten unter anderem die sportliche Situation beim deutschen Gegner Spanien, die bestehenden TV-Verträge sowie die allgemeine Mediensituation.

Handball-EM: Deutschland dachte an freiwilligen Rückzug

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Nationaltrainer Alfred Gislason (62) kam mit dem Nachnominieren gar nicht mehr hinterher, in einem Gipfel mit der Handball-Bundesliga wurde das weitere Vorgehen besprochen. Dabei stand zunächst auch ein freiwilliger Rückzug aus dem Turnier zur Debatte, dieser Plan wurde zunächst allerdings wieder verworfen.

„Die Situation ist sehr dynamisch. Es kann durchaus sein, dass wir am morgigen Tag wieder eine andere Entscheidung treffen müssen. Wir werden die Lage jeweils neu einschätzen“, sagte DHB-Vorstandschef Mark Schober am späten Mittwochabend.

Handball-EM: Deutschland nominiert weitere Spieler nach

Der DHB hatte auf die Corona-Infektionen zehn bis zwölf vom Mittwoch reagiert und nominierte vom Bergischen HC Lukas Stutzke (24) und David Schmidt (28) sowie Tobias Reichmann (33) von der MT Melsungen nach.

Julius Kühn (28), bei dem die erste Infektion im deutschen Team während der EM aufgetreten war, ist derweil noch kein Thema für eine Rückkehr. Der PCR-Test des 2016er-Europameisters vom Mittwoch fiel positiv aus. (bc/sid)

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