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Zoff nach DFB-SpielKimmich widerspricht genervtem Nagelsmann

Julian Nagelsmann hat sich über Kritik am Deutschland-Auftritt gegen Ecuador geärgert. Nicht nur Kapitän Joshua Kimmich widersprach dem Bundestrainer in seiner Einschätzung allerdings.

Das war es mit der Ruhe bei der deutschen Nationalmannschaft: Die Niederlage im Gruppenfinale gegen Ecuador hat bei der DFB-Auswahl für einen spürbaren Stimmungsdämpfer gesorgt. Statt Euphorie vor dem ersten K.o.-Spiel bei der WM 2026 muss sich Julian Nagelsmann (38) mit viel Kritik herumschlagen.

Der Bundestrainer hatte diesen Gegenwind offenbar nicht erwartet und reagierte dünnhäutig auf kritische Stimmen. Bei MagentaTV kam es sogar zu einem kurzen Zoff mit Moderator Johannes B. Kerner (61), dem Nagelsmann genervt entgegnete: „Bitte hört auf mit dem Quatsch.“

DFB-Spieler anderer Meinung als Julian Nagelsmann

Aufgeregt hatte Nagelsmann vor allem die Feststellung, dass Ecuador den Sieg mehr gewollt habe als die deutsche Auswahl. „Wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, fragte er spitz, betonte wenig später über die angeblich motivierteren Ecuadorianer: „Nee, die wollten es nicht mehr.“

Was Nagelsmann überhaupt nicht in den Kram passen dürfte: Joshua Kimmich (31) widersprach seinem Coach unwissentlich. Als er sich nach dem Spiel den Medien stellte, beklagte der Kapitän: „Was mich am meisten ärgert, dass man das Gefühl hatte, dass der Gegner mehr gewinnen wollte als wir.“

Traf die kritische Nachfrage von Kerner womöglich doch ins Schwarze? „Heute war Ecuador griffiger, ekliger als wir. Die wollten den Sieg mehr, das hat man im Spiel gesehen“, bestätigte auch Stürmer Deniz Undav (29) den Eindruck des Moderators, der Nagelsmann kurz zuvor noch auf die Palme gebracht hatte.

Einen Einfluss habe die Gruppenkonstellation allerdings schon gehabt, gab Nagelsmann zu. „Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“

Gegen wen es für die DFB-Auswahl jetzt im Sechzehntelfinale geht, ist noch offen. Unabhängig vom Gegner gibt es bei der deutschen Auswahl angesichts der Spielbewertung aus der Mannschaft allerdings noch einiges aufzuarbeiten. (dpa/bc)

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