WM-Zoff nach Brutalo-FoulEx-Schiri Gräfe macht Fifa klare Ansage

WM 2026 - Kanada - Katar

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Schockmoment: Koné musste verletzt raus.

Ex-Schiri Gräfeholt nach dem Brutalo-Foul gegen den Kanadier Ismael Koné zur Attacke gegen die Fifa aus. Doch andere Experten widersprechen ihm.

Ein brutales Einsteigen gegen den Kanadier Ismael Koné im Spiel gegen Katar (6:0) sorgt für eine heftige Debatte über die Schiedsrichter.

Jetzt teilt der frühere Unparteiische Manuel Gräfe knallhart aus und nimmt sich den Schiri-Boss Pierluigi Collina vor. Gegenüber der „Bild“ polterte Gräfe: „Man muss den Spielern Grenzen setzen. Es ist nicht immer Absicht. Es ist meistens Fahrlässigkeit. Aber man muss manchmal eben präventiv agieren. Hier waren die Fifa und Pierluigi Collina zu nachsichtig“.

Gräfes klare Forderung: Rote Karten zum Schutz

Gräfe legt nach: Seit Collina 2017 das Sagen hat, gäbe es bei Weltturnieren kaum noch Platzverweise für rüde Attacken oder grobe Fouls. Zwar habe es Ausschlüsse wegen Notbremsen, Handspielen oder einer Tätlichkeit gegeben. Aber für wirklich brutale Fouls? Fehlanzeige!

Für den 52-Jährigen ist klar, dass sich etwas ändern muss. Eine lockere Linie für einen besseren Spielfluss sei prinzipiell in Ordnung, doch Gräfe stellt klar: „aber was sein muss, muss sein“.

Seine Ansage ist unmissverständlich: „Wenn dermaßen gesundheitsgefährdend agiert wird, von hinten auf die Wade getreten wird, in den Achillessehnenbereich, auf Kniehöhe oder noch höher, mit den Stollen - dann muss es zum Schutz aller Rote Karten geben“, fordert Gräfe.

Im konkreten Fall hatte der Katar-Spieler Assim Madibo für seinen Tritt, bei dem sich Koné wohl den Unterschenkel gebrochen hat, erst nur die Gelbe Karte bekommen. Erst als der Video-Assistent eingriff, wurde die Entscheidung korrigiert und Madibo flog mit Rot vom Feld.

Patrick Ittrich, der als Schiedsrichter-Fachmann für MagentaTV arbeitet, kann den Ablauf verstehen. Für ihn war die Rote Karte am Ende korrekt. „Ich glaube im Ablauf, auch wie der Schiedsrichter es wahrgenommen hat, ist es eine Gelbe Karte. Es sah so aus. Jetzt ist die Verletzung so schlimm, dass sie sich sicherlich dazu entschieden haben, ihm bei diesem Video Operation Center zu sagen: schlimme Verletzung. Dann hatte der Schiedsrichter eine Rote Karte gezeigt“, analysierte Ittrich den Vorgang.

Allerdigns: Ausgerechnet andere Fachleute sehen das komplett anders. Der Platzverweis war für sie nicht zwingend nötig. „Die Rote Karte können wir nicht ganz nachvollziehen, weil es nach einer sehr unglücklichen Verletzung aussieht, auch wenn sie sehr schwer wiegt. Ich sehe da maximal ein normales Foul, weder Gelb noch Rot“, erklärte Thomas Müller bei MagentaTV. Sein Kollege Mats Hummels nannte es sogar ein „08/15-Foul“, welches einfach nur „sehr unglücklich ausging“. (dpa/red)

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