Nach dem überraschenden WM-Aus der südkoreanischen Nationalelf werden am Flughafen Incheon verstärkte Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Grund ist eine Drohung gegen Trainer Hong Myung-bo.
Nach DebakelMorddrohung gegen WM-Coach – Polizei muss nachrüsten

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Der südkoreanische Nationaltrainer Hong Myung Bo ist bei der WM gescheitert und daraufhin zurückgetreten. Doch der Groll gegen den 57-Jährigen ebbt nicht ab.
Die Folgen von Südkoreas enttäuschendem Ausscheiden bei der Fußball-WM werden immer dramatischer. Jetzt hat die Polizei verschärfte Sicherheitsmaßnahmen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon angekündigt.
Anlass ist vor allem der grassierende Groll gegen den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo.
Morddrohungen gegen WM-Coach: Polizei verstärkt Einsatz
Mittlerweile nehmen die Reaktionen auf das WM-Aus Formen an, für die keine Worte mehr zu finden sind. In einem südkoreanischen Online-Forum hat ein anonymer Nutzer gar gedroht, Hong am Tag seiner Rückkehr am Flughafen töten zu wollen.
So werden laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon stationiert sein, der Flughafenbetreiber werde zudem ein 25-köpfiges Security-Team mobilisieren.
Der 57-Jährige war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft sang- und klanglos mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus.
Dennoch wurde der ehemalige Generalsekretär im Juli 2024 wieder Nationaltrainer. Nun gilt er im öffentlichen Diskurs als Hauptverantwortlicher für das erneut frühe Ausscheiden.
Selbst Südkoreas Präsident forderte Konsequenzen. Er sei „angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses nicht nur verblüfft, sondern empfinde es geradezu als absurd“, schrieb Lee Jae-myung in einem ausführlichen Statement bei X.
Die Südkoreaner hatten bei dem XXL-Turnier eigentlich eine machbare WM-Gruppe erwischt. Nach dem 2:1-Sieg zum Auftakt gegen die Tschechen gingen aber die Partien gegen Mexiko und Südafrika verloren. Drei Punkte und eine im Vergleich zu schlechte Tordifferenz reichten in der Tabelle aller Gruppendritten nicht zum Weiterkommen. (red/dpa)

