WM-Wende! FIFA kippt Wasser-Verbot – mit einem Haken
Sieg für die FansFIFA macht Kehrtwende und erlaubt Wasserflaschen bei der WM

Copyright: Manu Fernandez/AP/dpa
Fußball-Fans müssen bei der WM ihr Wasser in den Stadien kaufen. (Archivbild)
Kurz vor der WM die große Überraschung: Fans dürfen nun doch Wasser mit ins Stadion nehmen. Aber die neue Regel gilt nicht für alle – und der Grund für die plötzliche Änderung ist heftig.
Überraschende Nachricht kurz vor WM-Anpfiff! Die FIFA macht eine Rolle rückwärts bei ihren Vorschriften. Für Fans in den USA und Kanada gibt es jetzt grünes Licht: Wasserflaschen dürfen doch mit in die Spielstätten. Pro Person ist eine original versiegelte, flexible Plastik-Einwegflasche mit maximal 590 Milliliter Inhalt gestattet. Das verkündete FIFA-Manager Heimo Schirgi in einem Video im Internet, um, wie er sagte, «etwas Klarheit» zu schaffen. Behälter aus hartem Plastik bleiben allerdings weiterhin tabu. Schirgi bekleidet bei der FIFA die Position des Chief Operating Officer.
Diese Entscheidung ist eine komplette Kehrtwende! Erst kurz zuvor hatte der Weltverband das Mitführen von allen – selbst leeren – Trinkflaschen in die Arenen noch strikt untersagt. Als Grund wurden Sicherheitsbedenken genannt und diese Haltung wurde vehement verteidigt. Ein Sprecher der FIFA erklärte gegenüber der dpa: «Die FIFA setzt sich für den Schutz der Gesundheit und Sicherheit aller Spieler, Schiedsrichter, Fans, Freiwilligen und Mitarbeiter ein. Die FIFA hat beschlossen, das Mitbringen von Flaschen zu verbieten, um Risiken und Verletzungen für Spieler und Besucher zu vermeiden».
Der Fußball-Weltverband hatte dafür sogar extra den offiziellen Leitfaden für den Besuch der Spiele angepasst. Darin wurde unmissverständlich formuliert: «Zur Vermeidung von Missverständnissen: Wiederverwendbare Wasserflaschen dürfen nicht ins Stadion mitgebracht werden.»
Massiver Protest zwingt FIFA zum Einlenken
Gegen diese Regelung formierte sich lauter Widerstand. Nicht nur Fan-Organisationen, sondern auch Politikerinnen und Politiker machten ihrem Ärger Luft. So nannte Olivia Chow, die Bürgermeisterin von Toronto, das Verbot und den damit verbundenen Zwang, Wasser in der Arena zu kaufen, schlicht «reine Geldmacherei». In ihrer Stadt werden sechs Partien der Weltmeisterschaft ausgetragen. Zohran Mamdani, Bürgermeister von New York, äußerte sich ebenfalls «besorgt» über die FIFA-Vorgabe. Nach der überraschenden Wende sagte er laut «The Athletic» erleichtert: «Ich bin froh, dass niemand befürchten muss, sich ausreichend Flüssigkeitszufuhr nicht leisten zu können, besonders Fans nicht, die oft stundenlang bei extremer Hitze vor einem Spiel warten.»
Doch die neue Regelung hat einen gewaltigen Haken. Völlig offen blieb zunächst, welche Auswirkungen die plötzliche Änderung für die Fans in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey hat. Der Co-Gastgeber Mexiko findet in dem kurzen Clip nämlich keine ausdrückliche Erwähnung.
Experten schlagen wegen Hitze-Gefahr Alarm
Die ganze Debatte hat einen ernsten Hintergrund. Experten hatten in letzter Zeit wiederholt darauf hingewiesen, dass Zuschauer und Athleten durch die hohen Temperaturen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt sein könnten. In einer Mitteilung hieß es von der FIFA dazu: «Die FIFA arbeitet eng mit den jeweiligen Ausrichtungskomitees und lokalen Behörden zusammen, um Maßnahmen zum Hitzeschutz für die Fans zu erarbeiten, die zum Stadion reisen. Dazu können Einrichtungen wie Sprühnebelstationen, Ventilatoren, Trinkstationen, Kühlzelte und weitere Maßnahmen rund um das Stadiongelände gehören».
Die Gastgeberstädte ergreifen ebenfalls Vorkehrungen. Laut der Nachrichtenagentur AP beabsichtigt das Gesundheitsamt von Los Angeles County, weitreichend über Hitzeschutz und die Wichtigkeit von genügend Flüssigkeit aufzuklären. New York möchte Infos an die Abonnenten seines öffentlichen Warn-Dienstes weiterleiten und internationale Gäste via WhatsApp benachrichtigen. Seattle prüft die Nutzung klimatisierter Busse sowie von Wassernebelanlagen bei Fan-Zusammenkünften und den Partien. In Vancouver sollen bei sämtlichen Turnier-Veranstaltungen schattige Sitzplätze zur Verfügung stehen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
