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Vor Katar-Auslosung WM-Botschafter sorgt mit scheinheiligen Aussagen für Kopfschütteln

Ronald de Boer in der Talkshow Jinek bei RTL in den Niederlanden. Dort verteidigte er Katar, Gastgeber der WM 2022, leidenschaftlich.

Ronald de Boer am Mittwoch (30. März 2022) in der Talkshow „Jinek“ bei RTL in den Niederlanden. Dort verteidigte er Katar, Gastgeber der WM 2022, leidenschaftlich.

Sportlich wird es bei der WM in Katar mit der Gruppen-Auslosung erstmals spannen, die Kritik an den Umständen der Weltmeisterschaft bleibt aber akut. Ronald de Boer verteidigte den Wüstenstaat jetzt leidenschaftlich.

Die WM 2022 in Katar nimmt von Tag zu Tag mehr Form an. Die Quali ist zu weiten Teilen absolviert, am Freitag (1. April 2022) steht mit der Gruppen-Auslosung das erste Turnier-Highlight auf dem Programm. Doch der Gastgeber wird von Fußballfans und der Welt-Öffentlichkeit weiter äußert kritisch beäugt.

Umso verwunderlicher die Aussagen des früheren niederländischen Nationalspieler Ronald de Boer (51), der den Wüstenstaat in einer Talkshow leidenschaftlich verteidigte. Allerdings: Seine Rolle als offizieller Botschafter für die Winter-WM lässt erahnen, warum der Zwillingsbruder von Ex-Bondscoach Frank de Boer dem Emirat derart entschieden zur Seite sprang.

WM 2022: Ronald de Boer verteidigt Katar in Talkshow

In der niederländischen Talkshow „Jinek“ auf RTL äußerte Ronald de Boer am Mittwoch (30. März 2022) sein Unverständnis über die Kritik an Katar und ging dabei auch auf die „Guardian“-Berichte über bis zu 6500 tote Arbeiter auf den verschiedenen Stadion-Baustellen im Land ein, die schon im vergangenen Jahr für viel Wirbel gesorgt hatten.

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„Das ist wirklich völliger Blödsinn“, polterte de Boer: „Sie haben alle Menschen aus diesen zehn Jahren in einen Topf geworfen. Das wird den Leuten nicht gerecht. Es sterben Menschen. Egal wie traurig. Aber sie geben einem das Gefühl, dass die Leute von der Hitze im Stadion erschlagen werden.“

In den Tagen zuvor hatte sich Hollands Nationalcoach Louis van Gaal (70) kritisch über die WM-Vergabe nach Katar geäußert und die Entscheidung der FIFA „lächerlich“ genannt. De Boer hatte dafür kein Verständnis. Der Bondcoach habe seine Meinung sagen und die allgemein erwartete Katar-Kritik einfach hinter sich bringen müssen, so die steile These des früheren Flügelstürmers.

WM 2022: Ronald de Boer für Katar-Verteidigung kritisiert

De Boer beklagte, dass alles in einen Topf geworfen werde, um Katar zu schaden. Dass seine Position als bezahlter WM-Botschafter im Gegenzug nicht gerade für Unbefangenheit steht, wurde an seinen Aussagen zugunsten des Emirats wiederum mehr als deutlich.

In den sozialen Netzwerken kam diese Haltung entsprechend überhaupt nicht gut an, vor allem bei Twitter schossen sich zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer aus den Niederlanden auf de Boer ein.

„Sie sollten sich schämen. Es ist einfach kriminell, wie leichtfertig Sie von Tausenden von Toten sprechen“, hieß es in einem Kommentar. Ein anderer User spottete: „Ronald de Boer kann heute Abend eine weitere fette Rechnung nach Katar schicken, weil er die Missstände rechtfertigt“. (bc)

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