Wegen eines nicht gegebenen Treffers kocht die Stimmung hoch! Der brasilianische Verband läuft Sturm gegen die Fifa und verlangt, dass ein Schiedsrichter für den Rest der WM gesperrt wird.
Wilder Zoff bei der WMBrasilien fordert Schiri-Rauswurf wegen Vini-Szene
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Jetzt gibt’s richtig Ärger bei der Weltmeisterschaft!
Brasiliens Fußball-Dachverband (CBF) hat einen offiziellen Protest bei der Fifa eingereicht. Gefordert wird eine harte Strafe für einen Schiedsrichter. Für den Mexikaner César Arturo Ramos (42) soll das Turnier sofort beendet sein, er soll keine Partie mehr pfeifen.
Verbands-Chef kontaktiert Infantino persönlich
Der Grund für die Aufregung ist ein Vorfall aus der finalen Vorrunden-Partie in Gruppe C zwischen Brasilien und Schottland. Was war passiert?
In der 21. Spielminute nahm Vinicius Jr. (25) dem Schotten Jack Hendry (31) die Kugel ab und beförderte sie an Keeper Angus Gunn (30) vorbei ins Tor. Referee Ramos gab das Tor erst, zeigte zur Mitte. Aber dann schaltete sich der Videoassistent ein.
Nach Überprüfung der Szene wurde das Tor aufgrund eines vermeintlichen Fouls annulliert. Das machte das Team von Trainer-Legende Carlo Ancelotti (67) stinksauer. Das berichtet „Bild“.
Die Begründung des Verbands: Die Berührung sei viel zu unbedeutend gewesen, um eine Intervention des VAR wegen eines „klaren und offensichtlichen“ Fehlers zu erlauben. Laut Verbandsangaben hat CBF-Chef Samir Xaud (42) sogar persönlich mit Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) gesprochen. Er monierte dabei die fehlende einheitliche Linie bei den Pfiffen der Unparteiischen im bisherigen Turnier.
Die Zeitung „Estadao“ zitiert aus einem Dokument, in dem die Brasilianer nachlegen und auf eine „negative Vorgeschichte“ mit dem Referee Ramos verweisen. Schon bei der Weltmeisterschaft 2018 habe der Unparteiische die Selecão in der Partie gegen die Schweiz benachteiligt. Damals sei dem Team ein eindeutiger Strafstoß verweigert und ein Foulspiel vor dem Ausgleich der Schweizer ignoriert worden.
Deshalb ist der CBF der Ansicht, Ramos hätte wegen dieser Vergangenheit niemals für die Partie angesetzt werden dürfen. Um die ungleiche Bewertung zu beweisen, nennt der Verband ein Tor von Lionel Messi (39) für Argentinien im Spiel gegen Österreich. Dort sei ein vergleichbares Foulspiel ohne Konsequenzen geblieben.
Zusätzlich wird in dem Schriftstück unterstrichen, dass die Aberkennung des Treffers auch die schottischen Akteure verwundert habe. Ihre unmittelbaren Reaktionen hätten deutlich gemacht, dass sie mit keiner Überprüfung und schon gar nicht mit der Annullierung des Tores gerechnet hätten. (red)

