Ein 3:3, das alles hatte! Eine Feldspielerin musste in den Kasten, dann fiel der Ausgleich in letzter Sekunde.
Wahnsinn in WolfsburgNach 1:3 und Rot: Feldspielerin im Tor, später Ausgleich

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Sportchef Ralf Kellermann (li.) und Trainer Stephan Lerch: Wolfsburg enttäuscht gegen Union. (Archivbild)
Was für ein Herzschlagfinale in der Frauen-Bundesliga! Die Kickerinnen des VfL Wolfsburg mussten einen herben Dämpfer hinnehmen. In einer hochdramatischen Partie gegen die Elf vom 1. FC Union Berlin reichte es für die Mannschaft von Coach Stephan Lerch nur für ein 3:3 (1:1). Der große Gewinner ist Titelverteidiger FC Bayern: Fünf Spieltage vor Saisonende beträgt der Abstand nun 13 Punkte, die Meisterschaft ist zum Greifen nah.
Vor 3.517 Fans ging der letzte Test vor dem wichtigen Champions-League-Rückspiel am Donnerstag (21.00 Uhr) bei Olympique Lyon daneben. Die Wolfsburgerinnen, die ohne ihre verletzte Ex-Kapitänin Alexandra Popp auskommen mussten, hatten das Hinspiel noch mit 1:0 für sich entschieden.
Gäste aus Berlin schlagen eiskalt zu
Für die Favoritinnen sah es lange nach einer peinlichen Niederlage aus. Laut dpa-Informationen brachte Hannah Euerlings (43. Minute) die Berlinerinnen in Front. Zwar konnte Nationalspielerin Janina Minge kurz vor dem Pausenpfiff auf 1:1 stellen (45.+1), doch nach dem Seitenwechsel wurde es für den VfL richtig bitter.
Ein unglücklicher Rückpass von Camilla Küver (62.) landete zum 1:2 im eigenen Netz – und das nur eine Woche nach ihrer Vertragsverlängerung. Als dann auch noch Jenny Hipp (78.) für die Gäste auf 1:3 erhöhte, schien die Messe gelesen.
Rote Karte, Torwart-Wechsel und Last-Minute-Jubel
Doch dann spitzte sich die Lage dramatisch zu. Zuerst gelang Küver der Anschlusstreffer zum 2:3 (84.), bevor DFB-Keeperin Stina Johannes drei Minuten später für eine Notbremse die Rote Karte sah.
Der absolute Höhepunkt des Wahnsinns: Weil Wolfsburg schon fünfmal gewechselt hatte, musste Feldspielerin Janina Minge für die Schlussminuten in den Kasten! Aber selbst in Unterzahl und mit Minge im Tor schaffte Judit Pujols in der Nachspielzeit das Unglaubliche und traf zum Ausgleich (90.+5).
Ein Zähler für die Moral, der sich wie ein Triumph anfühlt. Im Kampf um die Meisterschaft ist das für die Wölfinnen aber vermutlich zu wenig. (red)
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