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„Hau ab“Erstliga-Coach unter Beschuss: Fans fordern Rauswurf nach nur elf Tagen im Amt

Quique Setién steht beim FC Villarreal bei einem Spiel an der Seitenlinie.

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Quique Setién am 27. Oktober 2022 bei seinem Debüt als Trainer des FC Villarreal. Schon nach wenigen Tagen fordern die Fans seinen Rauswurf.

Bitterer Start für Quique Setién in sein womöglich letztes Trainer-Abenteuer: Der Ex-Coach des FC Barcelona ist beim FC Villarreal noch gar nicht richtig angekommen, da fordern die Fans schon seinen Rauswurf.

Ist aus dieser Trainer-Karriere endgültig die Luft raus? Nach zwei Jahren ohne Job heuerte Routinier Quique Setién (64) Ende Oktober beim FC Villarreal an, um die Nachfolge des kurzfristig nach England gewechselten Unai Emery (51) anzutreten. Doch elf Arbeitstage und vier Spiele später fordern die Fans schon wieder den Rauswurf des neuen Übungsleiters.

Mit lauten „Quique, hau ab!“-Rufen machten die Fans des letztjährigen Bayern-Schrecks in der Champions League am Sonntag (6. November 2022) deutlich, dass sie sich nach nur einem Punkt aus vier Pflichtspielen schon nach elf Tagen im Amt keine Wende mehr unter dem neuen Coach vorstellen können.

FC Villarreal: Fans fordern schon das Aus von Quique Setién

Setién war erst am 26. Oktober 2022 eingestellt worden, zuvor hatte er sich nach der unglücklichen Zeit beim FC Barcelona eigentlich schon im Ruhestand gewähnt. Das für lange Zeit letzte Spiel an der Seitenlinie erlebte er 2020 in der Champions League bei der denkwürdigen 2:8-Abreibung gegen den FC Bayern. Anschließend wurde er bei den Katalanen vom Hof gejagt.

Auch in Villarreal sind die Zahlen alles andere als schmeichelhaft: Unter Vorgänger Emery hatte das „Gelbe U-Boot“ nur drei von 17 Pflichtspielen verloren, Setién sammelte nun schon in seinen ersten vier Auftritten drei Niederlagen.

Lediglich ein Unentschieden in der Conference League zu Hause gegen Außenseiter Hapoel Beer Sheva beim Trainer-Debüt brachte der Vorjahres-Halbfinalist der Königsklasse unter neuer Führung zustande. Die 0:2-Heimniederlage gegen Real Mallorca in der Liga, das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer, brachte für viele Fans am Sonntag das Fass zum Überlaufen. 

Treffer,Quique Setién überrascht von Anfrage aus Villarreal

Das große Problem für Setién: Seine fußballerische Idee wirkte bei den ersten Auftritten antiquiert. Viel Ballbesitz (71 Prozent) weit vom gegnerischen Tor entfernt und fehlende Ideen in der Offensive prägten das Bild gegen die individuell deutlich unterlegenen Gäste aus Mallorca. Ein zündender Einfall oder neue Impulse waren kaum erkennbar.

Dass er selbst eingestanden hatte, in den vergangenen beiden Jahren keine Fußballspiele geschaut und sich gedanklich bereits vom Trainer-Geschäft abgewandt zu haben, hilft in der schweren Anfangszeit nicht gerade, das Vertrauen der Fans in seine Arbeit zu stärken.

Bezeichnend: Bei seiner Vorstellung berichtete er freimütig, dass er die Anfrage von Villarreal zunächst gar nicht ernst genommen habe. „Als sie mich angerufen haben, dachte ich an einen Scherz“, so Setién: „Ich habe fünf Sekunden gebraucht, um meine Meinung, meine Pläne zu ändern. Ich hatte eigentlich Abstand gewonnen und war überzeugt, dass ich nicht mehr trainieren würde.“ (bc)

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