Bombenfund in Köln Entschärfung noch am Nachmittag – auch KVB betroffen

Mit Zoller, ohne Trainer Bochum vergeigt Rettungs-Party – Wütende VfL-Fans beschimpfen Schiri

Simon Zoller (VfL Bochum) reagiert beim Spiel gegen den FC Augsburg.

Simon Zoller schlägt am 24. April 2022 beim Spiel des VfL Bochum gegen den FC Augsburg die Hände vors Gesicht. Rechts: Kollege Elvis Rexhbecaj.

Es hätte so ein schöner Nachmittag werden sollen beim VfL Bochum: Mit einem Sieg gegen den FC Augsburg hätte der Aufsteiger den direkten Klassenerhalt eintüten können.

Gut sieben Monate nach der Horror-Verletzung stand Simon Zoller am 24. April 2022 wieder in der Startelf des VfL Bochum. Zuletzt hatte der 30-jährige Stürmer am 12. September 2021 beim 1:3 gegen Hertha BSC ein komplettes Spiel für den VfL absolviert. Dann riss er sich das Kreuzband. Jetzt, sieben Monaten danach, sollte er Bochum beim Spiel gegen den FC Augsburg zur Rettungs-Party ballern. Es war alles bereitet für einen Märchen-Tag beim VfL...

Im Kellerduell gegen Augsburg musste ein Sieg für die Rettung her. 39 Punkte, direkter Klassenerhalt: der VfL wäre alle Sorgen los gewesen. Die große Party hätte steigen können, auch Zoller war wieder von Beginn an dabei. Doch Bochum vergeigte es. Und die Fans ließen ihren Frust auch am Schiedsrichter aus.

VfL Bochum ohen Chef-Coach gegen FC Augsburg

Der VfL Bochum konnte nach seinem Kurzcomeback gegen Leverkusen (0:0) und dem Joker-Einsatz beim 0:3 gegen Freiburg wieder voll auf Zoller bauen. Trainer Thomas Reis (48) war allerdings nicht auf der Bank. Bochums Chefcoach durfte die Partie nach der Roten Karte vom vergangenen Wochenende beim Spiel in Freiburg nicht von seinem Platz auf der Trainerbank verfolgen, sondern nur von der Tribüne im Ruhrstadion.

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Von dort sah er nach 15 Minuten das 0:1 durch Augsburgs Andre Hahn nach einer Katastrophen-Kopfball-Rückgabe von Maxim Leitsch, der den Ball Hahn in den Lauf köpfte. Der erste Party-Killer!

FC Augsburg baut Führung in Bochum schon vor der Pause aus

Kurz vor der Pause dann das 0:2 nach einem Foulelfmeter durch Michael Gregoritsch (43.). Zuvor hatte Soares Gegenspieler Caligiuri mit einer leichten Berührung an der Wade an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht. Schiedsrichter Bastian Dankert (41) zeigte sofort auf den Punkt, es wurde diskutiert, aber die Entscheidung stand fest. Der zweite Party-Killer!

Die Bochumer Fans quittierten die Szene mit wilden „Schieber, Schieber“-Rufen. So wurde Dankert auch zum Ende der ersten Hälfte auf dem Weg in die Kabine beschimpft.

Bochums Armel Bella-Kotchap (20) sagte nach dem Spiel bei DAZN: „Ein bitterer Nachmittag für uns. Wir wollten den Klassenerhalt klarmachen vor den eigenen Fans. Das ist uns nicht gelungen, weil wir hinten zu viele Fehler gemacht haben. Bitter für uns, wir hatten mehr Ballbesitz, aber keine Torchancen.“ Zum Elfmeter sage er: „Er trifft ihn, ja, das ist ein Elfmeter.“

Die IG Schiedsrichter ordnete die Entscheidung ebenfalls als korrekt ein, twitterte: „Caligiuri, der den Sechzehner auf rechts eigentlich wieder verlassen wollte, wurde an seiner linken Wade durch Soares' linkes Knie getroffen. Referee Dankert zeigte mit leichter Verzögerung auf den Punkt. Absolut berechtigt und saudumm.“

Der VfL 0:2 hinten, die direkte Rettung in weiter Ferne. Zoller wurde nach 56 Minuten rausgenommen. Trainer Reis konnte derweil nicht direkt eingreifen. 30 Minuten vor der Partie bis 30 Minuten nach dem Spiel galt das Innenraum- und Kabinen-Verbot für den Coach.

VfL Bochum: Trainer Thomas Reis wütend nach Sperre

Reis hatte sich über die Strafe aufgeregt: „Mir wurde etwas genommen!“ Die Sperre war höchst umstritten. Bei der 0:3-Niederlage in Freiburg hatte er einen Scheibenwischer gemacht. Sein Ärger habe sich nicht gegen das Schiedsrichter-Gespann, sondern gegen seinen Spieler Konstantinos Stafylidis (28, gegen Augsburg auch gesperrt) gerichtet. „Ich habe einen Scheibenwischer gemacht, dazu stehe ich auch. Aber im Endeffekt bin ich ja respektlos gegenüber meinem Spieler, weil ich meinen Spieler gemeint habe, wie er so etwas machen kann.“

Die Sperre hat er zähneknirschend akzeptiert, sagte vor dem Spiel gegen Augsburg: „Ich werde dort sein, aber natürlich die Richtlinien beachten. Vor dem Spiel wird der Kontakt da sein, danach übernimmt mein Trainerteam. Ich habe ein tolles Team, Funny Heinemann und Markus Gellhaus werden mich sehr gut vertreten.“ Nur mit der Rettungsparty wurde es nichts.

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