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Kommentar zum Finale Komplett-Versagen der UEFA: Frankfurt zeigt, wie Fußball wirklich geht

Eintracht Frankfurts Fans feiern mit dem Pokal.

Frankfurts Timothy Chandler reicht den Eintracht-Fans nach dem Finale am 19. Mai 2022 den Pokal in die Kurve.

Eintracht Frankfurt hat die Europa League mit viel Leidenschaft, Fan-Liebe und auch Drama gewonnen. Ausrichter UEFA versagte hingegen auf ganzer Linie. Ein Kommentar zu den Ereignissen von Sevilla.

Eintracht Frankfurt hat 42 Jahre nach dem Gewinn des UEFA-Pokals den zweiten internationalen Titel der Vereinsgeschichte geholt. Während die Hessen ausgelassen feiern konnten, darf sich Ausrichter UEFA als größter Verlierer fühlen. Ein Kommentar.

Kultspieler Ansgar Brinkmann (52) schrieb einst ein Buch mit dem Titel „Die Straße holt sich den Fußball zurück“. Was er damit sagen wollte: Eines Tages werden die echten Fans gegen die Über-Kommerzialisierung des Sports aufbegehren.

Das Europa-League-Finale war solch ein Moment, der noch einmal verdeutlichte, wie schlicht, bewegend und faszinierend Fußball sein kann, wenn die richtige Leidenschaft dahinter steckt. Das Endspiel zwischen Frankfurt und Glasgow bot Drama, Grätschen, Wadenkrämpfe, Unzulänglichkeiten, Einsatz – es war schlicht ein aufopferungsvoller, spannender Kampf, mit dem verdienten Ende für die Eintracht.

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Dazu kamen zwei Fangruppen, die zeigten, was Liebe und Treue zu einem Verein bedeuten. Der Abend von Sevilla war eine Sternstunde für Fans des „alten Fußballs“ und gleichzeitig beschämend für die, die inzwischen das Sagen im Sport gewonnen haben. Ein eingetragener, von Mitgliedern bestimmter Verein, holt sich die Trophäe und düpiert damit die ganzen von Investoren, Mäzenen, Konzernen oder Staaten kontrollierten Konkurrenten.

Frankfurts Triumph wird auch die kommende Champions-League-Saison bereichern. Dieser Verein hat es verstanden, jede Europapokal-Nacht als Feiertag zu inszenieren. Wo andere Teams und Trainer gerne über die Mehrbelastung jammern und die internationalen Chancen durch übertriebene Rotationen wegwerfen, drehte die Eintracht erst richtig auf.

Frankfurts Triumph war bitter für Adi Hütter und Fredi Bobic

Der Pokal-Sieg war ganz nebenbei auch noch ein bitteres Erlebnis für Ex-Trainer Adi Hütter, der schon längst wieder in Gladbach gescheitert ist, und Ex-Vorstand Fredi Bobic, der nach Berlin ging und dort nun in der Relegation spielt. Diese Gänsehaut-Momente hätten sie in Frankfurt erleben können.

UEFA lässt Fans verdursten und entfernt Choreografie

Den schwärzesten Schatten legte aber Ausrichter UEFA auf das Europa-League-Finale. Erst die Entscheidung, das Endspiel in ein nur 43.833 Fans fassendes Stadion zu vergeben. Dann das unsensible Vorgehen der Ordner im Vorfeld der Frankfurter Fan-Choreografie. Schließlich das Komplett-Versagen bei der Getränkeversorgung im Stadion bei über 30 Grad im Schatten.

Die Bürohengste und Marketing-Nerds von Fußball-Verbänden inszenieren lieber überflüssige Eröffnungsfeiern mit Leuchtstäben, planen alles minutiös vom Balltrage-Kind bis zum Branding der letzten Toilettentür im Stadion. Aber wenn es um die nötigsten Bedürfnisse der Fans geht, dann versagen UEFA, FIFA & Co. regelmäßig.

Die Verbände versuchen seit Jahren alles, um den Volkssport Fußball zu zerstören. Aber durch den Widerstand solch leidenschaftlicher Anhängerinnen und Anhänger holt sich eben doch die Straße immer mal wieder den Fußball zurück.

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