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„Soll’s dreckig werden?“Kramer versteht Hummels-Problem nicht

Tabea Kemme, Christopher Kramer und Mats Hummels stehen neben Moderator Jonas Friedrich.

Copyright: IMAGO/MIS

Beim Spiel der Bayern in Bergamo diskutierten Tabea Kemme, Christopher Kramer und Mats Hummels auch über ihre Karten-Tricks.

Aktualisiert

Ein Poker-Interview von Joshua Kimmich beeindruckt Mats Hummels – der anschließend von seinem Experten-Kollegen noch was lernt.

Starke Leistung auf dem Platz, starker Poker im Interview danach! Joshua Kimmich ließ sich nach dem 6:1-Hinspielerfolg des FC Bayern in der Champions League nicht aufs Glatteis führen.

Der DFB-Kapitän hatte sich wie Doppelpacker Michael Olise gegen Atalanta Bergamo die dritte Gelbe Karte abgeholt, ist damit im Rückspiel gesperrt. Der Verdacht liegt nahe, dass beide das sehr bewusst gemacht haben. Der satte Vorsprung sollte schließlich auch ohne das Duo über die Bühne gebracht werden, das Kartenkonto der beiden vor dem möglichen Viertelfinale gegen Real Madrid oder Manchester City wieder auf null gestellt werden.

Kramer verrät Hummels seinen Trick: „Und dann hab’ ich einen geschubst“

Zugeben konnte und wollte Kimmich das natürlich nicht, denn das hätte der Uefa gar nicht gefallen. Im Interview bei Amazon Prime sprach er deshalb von einer „unnötigen“ und „ärgerlichen“ Karte: „Ich habe nach einer passenden Anspielstation gesucht. Man will da nicht ins Pressing reinspielen“, erklärte er sein Zeitspiel.

Prime-Experte Mats Hummels war begeistert. „Ich bin beeindruckt, wirklich. Also sportlich fantastisch von ihm, aber jetzt die Erklärung, warum er beim Freistoß so lange gebraucht hat, gefällt mir noch besser!“

Sergio Ramos war einst in der Champions League für zwei Spiele gesperrt worden, weil er sich absichtlich eine Gelbe Karte abgeholt hatte. „Ich verstehe auch, dass er jetzt dieses Statement bringt, damit es eben nicht eine Bestrafung wie vielleicht damals bei Real Madrid gibt. Deswegen alles richtig gemacht, Josh“, so Hummels.

Gemeinsam mit Christoph Kramer und Tabea Kemme sinnierte der frühere Bayern- und BVB-Profi anschließend darüber, wie einfach oder schwer es eigentlich ist, sich bewusst verwarnen zu lassen.

Dabei fielen die Erfahrungen des Experten-Trios sehr unterschiedlich aus. „Ich hab’s einmal in meinem Leben versucht. Ich hab’s nicht geschafft. Es war ein ähnlich dominantes Spiel wie heute. Ich habe einmal noch gefoult, habe nicht Gelb bekommen. Danach gab’s keine Situation mehr, in der das noch hätte kommen können“, erinnerte sich Hummels.

Bei Kemme war es genauso. „Ich hatte auch einmal die Aufgabe für die letzten 20 Minuten vom Coach, mir eine Gelbe zu ziehen. Keine Chance. Ich hab’s nicht geschafft“, berichtete die ehemalige Nationalspielerin.

Die Probleme seiner Kollegen konnte Schlitzohr Kramer allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. „Also ich fand’s jetzt nicht so schwer. Ich hab’ dem Schiri gesagt: ‚Ich brauche ’ne Gelbe Karte. Soll’s dreckig werden oder nicht?‘ Und dann habe ich einen geschubst und er hat mir Gelb gegeben. Das ist jetzt auch nicht so krass schwer, sich ’ne Gelbe zu holen, meines Erachtens. Zur Not ziehst du halt einfach das Trikot aus!“

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