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Eklat von Fenerbahçe-FansKyjiw-Trainer Lucescu über „Wladimir Putin“-Rufe: „Bedauerlich“

Gerangel im Strafraum von Dynamo Kyjiw beim Spiel gegen Fenerbahce Istanbul.

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Irfan Can Kahveci und Marcel Tisserand für Fenerbahce sowie Denys Popov und Torwart Georgiy Bushchan von Dynamo Kyjiw kämpfen am 27. Juli 2022 um den Ball.

Dynamo Kyjiw erreichte gegen Fenerbahçe die dritte Quali-Runde der Champions League. Doch Rufe nach dem russischen Machthaber Wladimir Putin von türkischen Fans sorgten für einen Eklat.

Freude über den Sieg, aber Entsetzen über das Verhalten der gegnerischen Fans! Der Trainer von Dynamo Kyjiw hat „Wladimir Putin“- Rufe von türkischen Anhängern beim Spiel gegen Fenerbahçe Istanbul bedauert.

In der Partie sei zunächst alles nach Plan gelaufen, „aber wir haben die Fans nicht einkalkuliert, ich habe nicht mit solchen Rufen gerechnet – bedauerlich“, sagte Mircea Lucescu (76) nach Angaben der Zeitung „Fanatik“ nach dem Spiel am Mittwochabend (27. Juli 2022) in Istanbul.

Kyjiw-Coach Lucescu boykottiert die Pressekonferenz

Die Ukrainer, für die die Quali-Partien ihre ersten internationalen Pflichtspiele nach Beginn des russischen Überfalls auf ihr Land waren, verstanden diese Rufe nach dem Aggressor als Affront.

An der anschließenden Pressekonferenz nahm Lucescu aus Protest nicht teil. Fenerbahçe-Trainer Jorge Jesus (68) äußerte sich zunächst nicht zu dem skandalösen Vorfall.

Der ukrainische Botschafter in der Türkei, Wasyl Bodnar, hat das Verhalten der Fans verurteilt: „Fußball ist ein faires Spiel. Dynamo Kyjiw war gestern Abend stärker. Es ist sehr traurig, von den Fenerbahçe-Fans unterstützende Worte für den Mörder und Aggressor zu hören, der unser Land bombardiert“, schrieb Bodnar bei Twitter.

Er sei den freundlichen türkischen Menschen „dankbar für die Unterstützung der Ukraine und ihre Kommentare zu den unangemessenen Aktionen der Fans“, fügte Bodnar hinzu.

Fenerbahçe-Fans mit „Wladimir Putin“-Rufen

Zahlreiche Anhänger des türkischen Klubs hatten in der zweiten Halbzeit der Partie der zweiten Champions-League-Qualifikationsrunde den Namen des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) skandiert. Witalij Bujalskyj hatte Kyjiw in Führung gebracht (57. Minute), anschließend gab es die „Wladimir Putin“-Rufe von der Tribüne.

Der Vorfall wurde auch in den sozialen Medien breit diskutiert. Viele Fenerbahçe-Fans äußerten gegenüber den Menschen aus der Ukraine ihr Bedauern über das Verhalten der Anhänger im Stadion.

Ukrainische Fans jubeln. Eine Frau hält ein Schild "Thanks Turkey for the Bayraktars". 

Die Ukraine setzt im Kampf gegen die russischen Angreifer türkische Bayraktar-Drohnen ein.

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Am 20. Juli 2022 dankt ein weiblicher Dynamo-Kyjiw-Fan der Türkei für die Bayraktar-Raketen.

Beim Hinspiel in Polen hatten ukrainische Anhänger der Türkei noch für die Lieferung der Bayraktar-Raketen gedankt, mit denen sich die Armee gegen Russland verteidigt.

Der ukrainische Rekordmeister setzte sich am Mittwochabend im Rückspiel in Istanbul mit 2:1 nach Verlängerung durch. Der knappe Auswärtssieg reichte nach dem 0:0 im Hinspiel, um die dritte Qualifikationsrunde für die Königsklasse zu erreichen. Dort trifft Kyjiw auf den österreichischen Vertreter Sturm Graz. (dpa)

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