Weder Kane noch Mbappé oder Yamal: Bei der Weltfußballer-Kür setzte Toni Kroos eigentlich auf einen völlig anderen Profi!
„Wäre mein Call gewesen“Kroos verrät seinen heimlichen Ballon-d’Or-Favoriten

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Fußballer Toni Kroos im schwarzen Anzug.
Der Ballon d’Or geht an Harry Kane (33) – und Toni Kroos (36) findet diesen Triumph absolut gerechtfertigt. Aus Sicht des früheren deutschen Nationalspielers hat der britische Angreifer den Titel als weltbester Kicker zu Recht eingeheimst.
Trotzdem bleibt bei der Legende ein kleines Aber zurück. Einen anderen Akteur fand der Ex-Profi nämlich extrem reizvoll. Das Problem dabei: Ohne die Weltmeisterschaft hätte die Abrechnung ganz anders ausgesehen.
WM-Endrunde gab den Ausschlag
In seiner Audio-Show „Einfach mal Luppen“ analysierte der Ex-Madrilene rückblickend die Verleihung des prestigeträchtigen Preises. Der Ausgang gestaltete sich demnach „so offen wie nie“.
Maßgeblichen Einfluss auf das Stimmverhalten hatte laut ihm das große Nationalmannschaftsturnier. Lässt man diesen Wettbewerb außen vor, stünde für Kroos ein Profi von Paris Saint-Germain ganz oben auf dem Treppchen: der 25-jährige Khvicha Kvaratskhelia. Das berichtet „sportbild.bild.de“.
Weshalb gestaltete sich die Abstimmung derart knifflig? Der 36-Jährige liefert die passende Erklärung: „Keiner hat irgendwie alles gewonnen. Und im WM-Jahr ist es sowieso noch mal spezieller. Da bekommt die WM eine große Gewichtung.“
Wäre bei der Abstimmung bloß das Abschneiden im Vereinsfußball bewertet worden, stünde sein persönlicher Spitzenreiter zweifelsfrei fest. Über den Offensivkünstler aus Georgien meint er: „Das wäre mein Call gewesen. Das war in meinen Augen der beste Spieler der besten Mannschaft Europas.“
Hinter dem Dribbler liegt in der Tat eine herausragende Vereinsrunde. Gemeinsam mit dem Hauptstadtklub aus Frankreich sicherte er sich gleich drei Titel. Speziell in der Königsklasse glänzte der Angreifer, wie etwa beim Halbfinal-Duell mit den Münchner Bayern.
Beim anschließenden Championat auf dem nordamerikanischen Kontinent musste der Kreativspieler allerdings komplett passen. Die Ursache ist simpel: Das georgische Nationalteam war schon in der Ausscheidungsrunde gescheitert. Auf dieser riesigen Plattform konnte er sein Können somit überhaupt nicht präsentieren.
Exakt dieser Umstand entpuppte sich laut dem ehemaligen Mittelfeldregisseur als massives Handicap für den Außenstürmer. Ungeachtet dessen landete der PSG-Star im Klassement letztlich auf dem sechsten Platz.
Der frühere Real-Akteur wertet dies als klares Indiz: „Und trotzdem ist er am Ende auf sechs gelandet, was für mich ein Zeichen ist, dass er ohne WM sehr gute Chancen gehabt hätte, weil alle, die vor ihm waren, einen großen Impact bei der WM hatten.“
Wie sieht es bei der restlichen Weltelite aus? Ohne ihre Glanzmomente beim Championat hätten laut dem Urteil des Experten auch diverse andere Top-Namen wesentlich schlechter abgeschnitten. Hierzu führt der 36-Jährige konkrete Beispiele an: „Wenn Mbappé keine WM gehabt hätte, wäre er nicht unter den Top 5 gewesen. Und auch ein Lamine hätte es ohne WM-Titel schwer gehabt, unter den Top 5 zu sein.“
Anerkennung zollte der Podcast-Host hingegen dem Triumphator Kane, speziell wegen dessen bescheidener Art vor der Preisverleihung. Derweil die Konkurrenz augenscheinlich massiv Eigenwerbung betrieb, übte sich der Brite in vornehmer Zurückhaltung. Über den Knipser urteilte der Ex-Mittelfeldmann: „Er ist der Einzige, der im Vorfeld keine Kampagne gestartet hat“. (red)

