Die Karriere von Rani Khedira in der Nationalmannschaft Tunesiens ist schnell wieder beendet. Der Mittelfeldspieler von Union macht Platz für einen Neufang.
Fans sauer auf FC-KandidatBöser Nationalmannschafts-Verdacht bei Khedira

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Rani Khedira spielte bei der WM 2026 für Tunesien, beendet seine kurze Karriere im Nationalteam nun aber wieder.
Hat Rani Khedira (32) die tunesische Nationalmannschaft nur ausgenutzt, um sich den Karriere-Traum einer Weltmeisterschafts-Teilnahme zu erfüllen? Der böse Verdacht drängt sich nach dem schnellen Rücktritt des Kapitäns von Union Berlin bei vielen Fußball-Fans im Land auf.
Der jüngere Bruder von Weltmeister Sami Khedira (39) hat seine Laufbahn in Tunesien nach nur sechs Länderspielen schon wieder beendet. Nach drei Vorbereitungsspielen vor der Endrunde und den drei WM-Spielen in der Gruppenphase zieht Khedira bei den Adlern von Karthago einen Schlussstrich unter seine Blitz-Karriere.
Tunesien-Fans sauer auf Rani Khedira
„Nach der Weltmeisterschaft ist nun die Zeit gekommen, den Blick nach vorn zu richten. Tunesien verfügt über viele junge und talentierte Spieler, die das Potenzial haben, die Zukunft der Nationalmannschaft erfolgreich zu gestalten“, ließ Khedira über seine Berater-Agentur verkünden.
Zudem sei der 32 Jahre alte Union-Profi überzeugt, dass die jüngeren Spieler „bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den tunesischen Fußball in den kommenden Jahren weiterzuentwickeln“.
Der Mittelfeldspieler, der im Sommer mit einem Wechsel zum 1. FC Köln in Verbindung gebracht worden war, habe „nach reiflicher Überlegung“ den Entschluss gefasst, „dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Platz für diesen weiteren Entwicklungsprozess zu machen“.
In Tunesien kam die Entscheidung in Anbetracht der Umstände überhaupt nicht gut an. Mehrfach beschimpften Fans Khedira in den sozialen Netzwerken als „Opportunisten“.
„Ich kann es einfach nicht fassen, dass wir diesen Typen zur WM mitgenommen haben – der schert sich doch einen Dreck um Tunesien“, wütete ein Fan beim Kurznachrichtendienst X. „Es ist beschämend“, ärgerte sich ein weiterer Anhänger: „Er wollte die WM spielen und dann ciao.“
Khedira hatte am 29. März im Freundschaftsspiel in Haiti (1:0) das erste seiner sechs Länderspiele für Tunesien bestritten. „Es war mir jedes Mal eine große Ehre, das Trikot der tunesischen Nationalmannschaft zu tragen und Tunesien auf internationaler Bühne vertreten zu dürfen. Auch wenn meine Zeit in der Nationalmannschaft vergleichsweise kurz war, habe ich großen Stolz empfunden“, sagte Khedira.
Das von großer Unruhe begleitete Vorrundenaus ging mit der Entlassung von Trainer Sabri Lamouchi nach dem ersten Gruppenspiel gegen Schweden einher. Besser wurde es auch unter Nachfolger Hervé Renard nicht, der inzwischen die Elfenbeinküste übernommen hat. Tunesien wird nunmehr von Moine Chaabani trainiert. (dpa/bc)
