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Spieler weigerten sichWirbel in den Niederlanden: Verband sagt geplante Aktion gegen Diskriminierung ab

Orkun Kökcü schießt den Ball.

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Orkun Kökcü (Feyernoord Rotterdam) am 16. Oktober 2022 in Aktion.

Der Schuss ging völlig nach hinten los! Im niederländischen Fußball endet eine gut gemeinte Aktion im Chaos. Der Verband sagt die geplanten Aktivitäten ab.

Nach dem Wirbel um die Weigerung einiger Fußballer, eine bunte Armbinde als Symbol der Vielfalt zu tragen, hat der niederländische Verband KNVB eine Wiederholung der Aktion gestrichen.

Im November 2022 sollten alle Kapitäne der Profimannschaften das sogenannte One-Love-Band als Zeichen gegen Diskriminierung tragen. Das werde nicht stattfinden, sagte ein Sprecher des KNVB am Freitag (21. Oktober 2022 in Zeist.

Niederländischer Fußball-Verband sagt Aktion mit One-Love-Band ab

Am vergangenen Wochenende hatten sich zwei Spielführer geweigert, die Armbinde zu tragen. Das war heftig im Land kritisiert worden. Nun erklärte der KNVB: „Wenn wir innerhalb eines Monats wieder mit dem One-Love-Band spielen, dann wird der Fokus auf anderen Dingen liegen als bei der Geste, die man damit machen will.“

Die LGBTIQ*-Bewegung sprach von einer „unbegreiflichen“ Entscheidung des Verbandes. Die englische Abkürzung steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-Menschen, intergeschlechtliche sowie queere Menschen. Das Sternchen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter.

Am vergangenen Wochenende hatten sich die meisten Mannschaften der Eredivisie an der Aktion beteiligt. Die Kapitäne trugen die One-Love-Armbinde und Spieler Regenbogen-Anstecker.

Doch der Kapitän des Erstligisten Feyenoord Rotterdam, Orkun Kökcü, hatte sich mit Hinweis auf seine Religion geweigert, die Armbinde zu tragen. Und der Spielführer von Excelsior Rotterdam, Redouan El Yaakoubi, trug stattdessen ein Band mit dem Wort „Respect“.

Der KNVB teilte mit, dass die Nationalmannschaft sich aber an der One-Love-Kampagne beteiligen werde. Bei der WM in Katar wolle Kapitän Virgil van Dijk das Band tragen, wenn der Weltverband FIFA seine Zustimmung erteile. (dpa) 

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