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Sofortiges Aus gefordertEcuador-Trainer teilt vor dem Deutschland-Spiel aus

Bei einer Pressekonferenz spricht Ecuador-Trainer Sebastián Beccacece

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Ecuador-Trainer Sebastián Beccacece auf der Pressekonferenz vor dem WM-Spiel gegen Deutschland.

Beim Gruppen-Finale gegen Deutschland geht es bei Ecuador nicht nur um das Weiterkommen sondern auch um den Job von Nationaltrainer Sebastián Beccacece.

Vor dem WM-Spiel gegen Deutschland hat Nationaltrainer Sebástian Beccacece mit der Wahrnehmung seiner Person in Ecuador gehadert, zu einem Rundumschlag ausgeholt und ein Endspiel um seinen Job ausgerufen.

„Ich habe nicht das Gefühl, das Herz der Fans erreicht zu haben“, sagte der argentinische Trainer vor dem letzten Gruppenspiel am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) in East Rutherford.

Sebastián Beccacece kämpft um seinen Job in Ecuador

Er habe das Herz seiner Spieler und der Menschen, die ihn täglich begleiteten, erreicht. „Diese Menschen kennen mich wirklich. Aber mit dem Fan, der mich nicht kennt, habe ich keine Verbindung aufbauen können. Offenbar gibt es etwas an mir, das ihm nicht gefällt. Und das ist in Ordnung. Man muss solche Dinge akzeptieren. Es tut mir nicht weh“, sagte Beccacece.

Er kann seinen Job wohl nur mit einem Sieg retten. Ecuador steht mit einem Punkt und ohne Tor nach zwei Spielen unter Druck, dabei war die Auswahl mit großen Hoffnungen zur WM gereist. Zahlreiche Ex-Nationalspieler hatten ihn zuletzt deutlich kritisiert und sogar sein Aus noch vor dem Deutschland-Spiel gefordert.

Die „allgemeine Wahrnehmung“ seiner Arbeit seit seinem Amtsantritt 2024 sei „in einer bestimmten Phase durch politische Strömungen und durch gewisse mediale Sektoren beeinflusst und gelenkt“ worden, sagte Beccacece, der zudem über eine Konfrontation seiner Familie mit Fans aus Ecuador nach der Partie gegen Curacao (0:0) berichtete: „Zum Glück blieb es bei verbalen Dingen und hat keine größeren Konsequenzen gehabt.“

Um die Chance auf ein Weiterkommen als Dritter der Gruppe E zu wahren, benötigt Ecuador, das von bis zu 55.000 eigenen Fans vor den Toren New Yorks unterstützt werden dürfte, gegen das DFB-Team einen Sieg.

Er habe keine Angst zu scheitern, sagte der 45-Jährige. Wenn es nicht gelinge, sei er verantwortlich, dann werde er „einen Ort verlassen müssen, den ich sehr schätze, an dem ich mich sehr wohl und sehr zu Hause fühle“.

Die Größe der Aufgabe gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann ist dem Coach der Südamerikaner aber bewusst. „Wir wissen, dass wir auf eine Weltmacht des Fußballs treffen. Aber manchmal läuft es eben so, dass das, was zuvor nicht gelungen ist, dann plötzlich in diesem Moment gelingt“, sagte Beccacece. Nur im Falle eines Erfolgs wird er wohl ein weiteres Spiel auf Ecuadors Trainerbank erleben. (sid)

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