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Seismologen sicherNorwegens Erde bebte nach Haalands WM-Toren

Traf beim WM-Auftakt der Norweger gleich doppelt: Superstar Erling Haaland

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Traf beim WM-Auftakt der Norweger gleich doppelt und jubelte in Yoga-Manier: Superstar Erling Haaland

Erinnerungen an ein Deutschland-Spiel werden wach: Nach den beiden WM-Toren von Erling Haaland gegen den Irak schlugen in Norwegen die Messgeräte aus.

Was für ein erschütternder WM-Moment, der positiven Art: Erling Haaland hat Norwegen beim 4:1 zum Auftakt gegen den Irak nicht nur sportlich auf Kurs gebracht – seine Tore waren offenbar sogar auf Messgeräten zu sehen!

Wie das norwegische seismologische Institut Norsar laut eines Berichts der Nachirchtenagentur Reuters mitteilte, registrierte die Erdbebenwarte in Bergen in der Nacht zum Mittwoch „klare Signale“, die mit dem Jubel der Fans rund um das WM-Spiel zusammenhingen.

Messbarer Jubel: Erinnerungen an Mexiko gegen Deutschland

Die stärksten Ausschläge seien demnach zum Zeitpunkt von Haalands Treffern gemessen worden, „die lebhaften Jubel unter den norwegischen Fans ausgelöst haben“, erklärte das Institut. Der Stürmer hatte in der 29. und 43. Minute getroffen und damit den Grundstein für den norwegischen Auftaktsieg gelegt.

Für Norwegen ist die WM-Teilnahme ohnehin historisch: Zum ersten Mal seit 28 Jahren ist das Land wieder bei einer Fußball-Weltmeisterschaft dabei. Entsprechend groß war die Euphorie in der Heimat, wo Fans in der Nacht an vielen öffentlichen Orten zusammenkamen, um das Spiel gegen den Irak zu verfolgen.

Norsar erklärte dazu, dass die gleichzeitigen Bewegungen vieler Menschen bei emotionalen Sportmomenten Erdschwingungen auslösen können, die von hochsensiblen Seismografen erfasst werden. Es handelt sich also nicht um ein echtes Erdbeben, sondern um messbare Vibrationen durch den Massenjubel.

Einzigartig ist der Vorfall indes nicht. Ähnliche Fälle hat es im Fußball schon gegeben. Deutschland-Fans dürften sich erinnern: Nach Mexikos 1:0 gegen Deutschland bei der WM 2018 in Russland registrierten Sensoren in Mexiko-Stadt seismische Signale kurz nach dem Tor von Hirving Lozano.

Auch damals betonten Experten, dass man nicht von einem echten, von Fans ausgelösten Erdbeben sprechen sollte. Gemessen wurden vielmehr Vibrationen beziehungsweise Bodenbewegungen, die durch den kollektiven Jubel erfasst wurden.

Und auch aus dem Vereinsfußball gibt es Beispiele. Die BBC berichtete 2016, dass der Jubel der Fans von Leicester City nach einem späten Siegtreffer gegen Norwich auf einem Seismometer in Stadionnähe als „kleines Erdbeben“ sichtbar wurde.

Der Fall um Haaland ist daher keineswegs beispiellos. Gerade bei besonderen Fußball-Momenten mit vielen Fans und sensibler Messtechnik kann die Begeisterung tatsächlich bis in die Seismografen durchschlagen.

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