Das WM-Finale in New York – und ausgerechnet der Rasen ist unwürdig? Vor allem ZDF-Experte Christoph Kramer war geschockt.
Stümper-Rasen beim WM-Finale?Kramer geschockt: „Wie eine Kegelbahn mit Teppich“

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Christoph Kramer testet den Rasen im WM-Finalstadion in New York.

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WM-Finale, das größte Spiel im Weltfußball, 80.663 Fans im New-York-New-Jersey-Stadion, Milliarden Fans auf der Welt vor den TV-Bildschirmen, mit Lionel Messi (39) steht der beste Fußballer der Geschichte auf dem Platz.
Aber der Rasen in der eigentlich MetLife-Stadium heißenden Arena ist alles andere als finalwürdig. ZDF-Experte Christoph Kramer (35) war vor dem Spiel fassungslos.
Kramer über WM-Rasen: „Kunstrasen im 2-Sterne-Superior-Hotel“
Moderator Jochen Breyer (43) sagte zu Kramer und dessen Experten-Kollege Per Mertesacker, der auch über die Verhandlungen mit dem DFB sprach: „Ihr beiden kamt hier rein, das kann ich kurz erzählen, und ihr wart wirklich geschockt über den Zustand des Rasens.“
Kramer versuchte, die richtigen Worte für das unwürdige Geläuf zu finden: „Auf so etwas habe ich noch nie gespielt. Das ist wie eine Kegelbahn, wo du einen Teppich drauflegst. Also, das ist für Spanien und Argentinien ein anderes Spiel. Die haben beide noch nicht in diesem Stadion gespielt.“
Kramer bückte sich dann und demonstrierte, was ihn so stört: „Also, wenn du den so ein bisschen anhebst, du kannst ihn nicht mal rausrupfen. Denn das ist wie so ein Teppich. Es ist wie so ein Kunstrasen in einem 2-Sterne-Superior-Hotel irgendwo in Spanien.“
Dann schwenkte die Kamera noch etwas weiter nach unten, das ZDF-Trio stand direkt neben dem Spielfeld auf einem richtigen Stück Kunstrasen. „Der ist besser, als der auf dem Platz“, sagte Kramer fassungslos. Auf diesem Stück könne man besser Fußball spielen als auf dem Feld selbst.
Breyer erklärte kurz, wie der Rasen im eigentlich für die NFL gebauten Stadion hingelegt wurde: „Also hier liegt ja normalerweise ein Kunstrasen für die NFL. Darauf ist Sand geschichtet und dann dieser Rasen.“
Kramer bemerkte, dass es nicht unbedingt am Untergrund liegen müsse, sondern am Rasen selber: „Der ist gar nicht hoch, der ist wie ein Teppich, also wie bei Wimbledon oder so. Ich hab sowas wirklich noch nie gesehen und es ist ein krasser Unterschied. Wenn jetzt ein Ball drüberläuft und du rollst ihn über einen richtigen Rasen, dann rollt der Ball so und hier hoppelt der einfach.“
Auch Mertesacker befand, dass der Rasen alles andere als optimal sei – gerade für ein WM-Finale – und blickte auf die Partie: „Welche Mannschaft kann sich am schnellsten daran gewöhnen? Das ist wie zum ersten Mal auf einem harten Kunstrasen, wo man viel hängen bleibt. Welche Mannschaft kann sich darauf einstellen?“
Kramer fasste noch einmal zusammen: „Also, man muss wirklich sagen, so toll wie das alles ist – und ich finde es wirklich richtig, richtig geil hier –, aber der Rasen für ein WM-Finale, das geht eigentlich nicht. Das muss man ehrlich sagen.“

