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Aufregung um Freiburg-SpielGrößter Polizei-Einsatz seit dem Papst-Besuch

Aktualisiert

Viele Fans des SC Feiburg werden das Europapokal-Heimspiel am Donnerstag gegen Maccabi Tel Aviv boykottieren. 

Der SC Freiburg steht vor einem extrem heiklen Spiel: Das Duell in der Europa League gegen Maccabi Tel Aviv wird von extremen Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Laut Polizei ist es der größte Einsatz in der Stadt seit dem Besuch von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2011.

Nachdem der Bundesliga-Vertreter im Hinblick auf die politische Lage schärfere Maßnahmen für die Partie am Donnerstag (18.45 Uhr/RTL+) gegen den israelischen Rekordmeister verkündet hatte, gaben mehrere Fan-Gruppierungen in einer gemeinsamen Stellungnahme den Boykott bekannt. Sie werden am Abend nicht im Stadion sein.

SC Freiburg kündigt umfassende Einlasskontrollen an

In dem Schreiben ist von einer „Gesamtkulisse“ die Rede, „die so gravierend in fankulturelle Freiheiten eingreift, dass wir uns entschieden haben, dem Spiel fernzubleiben“.

Man sei sich „der aktuellen Konflikte und ihrer Tragweite bewusst, welche die Möglichkeit einer Fankurve zur Positionierung im Rahmen eines Fußballspiels bei Weitem übersteigen“, hieß es: „Wir verwehren uns gegen eine bewusste Missinterpretation unserer Entscheidung."

Zugleich werde man es nicht dulden, „dass Einzelne unser Fernbleiben ausnutzen, um diesen Bereich für ihre politische Agenda zu instrumentalisieren“, schrieben die Fangruppen weiter, zudem wurde der Wunsch geäußert, dass andere SC-Anhänger diesem Beispiel folgen.

Vereinsangaben zufolge werden die Einlasskontrollen „besonders umfassend durchgeführt“, diese „nehmen mehr Zeit als üblich in Anspruch“.

Der Sport-Club bereite sich „seit Monaten und im engen Schulterschluss mit Polizei, Behörden und weiteren Institutionen“ auf eine Partie vor, die „für den Verein kein Heimspiel wie jedes andere“ sei, hieß es von Klubseite. (sid/bc)

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