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„Nur die Zahlen angucken“Nagelsmann-Funkstille: Ex-FC-Profi stellt sich hinter Kollegen

Deniz Undav fühlt sich nicht genügend gewürdigt. Sein Teamkollege Jeff Chabot bricht eine Lanze für den Stürmer.

In gut drei Monaten beginnt die WM. Doch rund um die deutsche Nationalmannschaft und Julian Nagelsmann gibt es spätestens nach dem aufsehenerregenden „Kicker“-Interview des Bundestrainers Spannungen.

Einer, der nicht ganz glücklich mit seiner Situation ist, ist Deniz Undav. Der Stürmer des VfB Stuttgart sagte gegenüber Sky auf die Frage, wie der Austausch mit Nagelsmann sei: „Gibt keinen.“

Undav über Nagelsmann: kein Austausch

„Ich finde es schade, dass ich mich immer rechtfertigen muss“, meinte Undav. Auf eine Berufung in den ersten DFB-Kader des WM-Jahres hofft der formstarke Angreifer aber trotzdem, er bringe doch Leistung: „Ich habe die meisten Tore, ich bin zweiter Platz international, was Scorer angeht. Wenn es nach mir geht, bin ich dabei.“

Auch bei der WM im Sommer, klar. Bis dahin und bis zur Nominierung (19. März) für die nächsten beiden Länderspiele sei aber noch Zeit, „deswegen bin ich da ganz entspannt“.

Zuletzt gehörte Undav nicht mehr zum deutschen Aufgebot. Die kommende Nominierung gilt als richtungsweisend mit Blick auf die anstehende WM in den USA, Kanada und Mexiko im Sommer. Nagelsmann hatte in dem Interview über den DFB-Sturm gesagt: „Das ist zumindest auch eine Baustelle, die wir schließen müssen.“

Undavs Stuttgarter Mitspieler Jeff Chabot bricht eine Lanze für Undav. „Man muss sich nur die Zahlen angucken, oder? Den Rest kann man sich selber erklären“, sagte der ehemalige Profi des 1. FC Köln.

Undav hat seit November in 24 Pflichtspielen für den VfB 17 Tore erzielt und zehn vorbereitet.

„Zahlen lügen nicht“, sagte Chabot: „Er hält uns in ganz wichtigen Spielen am Leben, die vielleicht nicht auf unserer Seite sind. Wenn man ihn in seiner Mannschaft hat, kann man sich glücklich schätzen.“ (are/sid/dpa)

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