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Milliarden-Zoff der KlubsFreiburg-Boss will UEFA-Millionen umverteilen, Bayern wehrt sich

SC Freiburg

Copyright: Silas Stein/dpa

Der SC Freiburg steht erstmals in einem Europapokal-Viertelfinale. (Archivbild)

Die Fetzen fliegen! Der Streit um die Millionen im Fußball eskaliert.

Kohle-Krieg in der Bundesliga! Freiburger Frontalangriff auf die Geld-Elite. Für den SC Freiburg steht eine Prämie von 4,2 Millionen Euro auf dem Spiel. Ein Batzen Geld, um den es im Viertelfinale von Europas zweiter Liga am Donnerstag (21.00 Uhr) gegen Celta Vigo geht. Aber verglichen mit der Königsklasse ist das fast nichts. Die Debatte über die ungerechte Verteilung der UEFA-Prämien kocht jetzt wieder richtig hoch.

Oliver Leki, der Finanzchef von Freiburg und zugleich Vize der Deutschen Fußball Liga, platzt der Kragen. Seiner Ansicht nach muss von den Unsummen aus der Champions League mehr Geld an die anderen europäischen Turniere fließen. Eine Haltung, die auch der FSV Mainz 05 unterstützt, der es im Wettbewerb der Conference League mit Racing Straßburg zu tun bekommt.

Worum es bei dem Zoff genau geht

Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Die UEFA verteilt 2,5 Milliarden Euro an die 36 Starter der Königsklasse. Dagegen erhalten die Vereine im Wettbewerb der Europa League lediglich 565 Millionen und im Turnier der Conference League sogar nur 285 Millionen. Dieses Ungleichgewicht ist für Leki nicht mehr tragbar.

Damit die Bundesliga wieder mehr Nervenkitzel bietet, schlägt er einen radikalen Schritt vor. Gegenüber der „Sport Bild“ nannte Leki es einen „wirkungsvoller Ansatz, die astronomischen Summen, die aus der Champions-League-Vermarktung von der UEFA eingenommen werden, ausgewogener an die Starter in der Europa League und Conference League zu verteilen“.

Oliver Leki

Copyright: Christian Charisius/dpa

Freiburgs Oliver Leki fordert eine Umverteilung der Europapokal-Gelder. (Archivbild)

Leki führte weiter aus: „Das Charmante einer Umverteilung wäre, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Topclubs nicht geschwächt würde, weil auch die Topclubs der anderen großen Ligen in gleicher Weise auf Geld verzichten müssten.“ Er fordert von den deutschen Funktionären bei der UEFA und im europäischen Clubverband EFC, sich für diese Sache starkzumachen.

So reagieren die Bosse der Top-Vereine

Eine Neuverteilung der Einnahmen aus der Champions League für mehr Spannung im Titelrennen? Jan-Christian Dreesen, der Vorstandschef des FC Bayern München, bezeichnet das als eine „Illusion“. Laut einer Meldung der dpa gibt er zu bedenken, dass Spitzenvereine aus Spanien oder England einen solchen finanziellen Einschnitt dank üppigerer TV-Verträge „deutlich leichter auffangen“ könnten. Seine Sorge: Die deutschen Teilnehmer der Königsklasse könnten international geschwächt werden. Auch bei RB Leipzig und Borussia Dortmund sieht man das ähnlich und erkennt keinen Grund zu handeln.

Christian Heidel

Copyright: Jürgen Kessler/dpa

Auch der Mainzer Christian Heidel wünscht sich einen neuen Verteilerschlüssel. (Archivbild)

In Mainz ist die Stimmung aber ganz anders. Dort gibt Sportchef Christian Heidel seinem Kollegen Leki volle Rückendeckung: „Das sage ich aber schon seit über fünf Jahren.“ Und auch Alexander Wehrle, der Vorstandsvorsitzende des VfB Stuttgart, machte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur klar, dass ein Verein wie Dortmund den Stuttgartern beim Umsatz „noch Jahre oder Jahrzehnte“ enteilt ist – Grund sei die ständige Teilnahme an der Champions League.

Die Prämien im Check: So riesig ist der Unterschied

Bereits die Antrittsprämie offenbart die enormen Differenzen. Ein Verein, der in der Königsklasse startet, erhält mehr als 18 Millionen Euro. Im Wettbewerb der Europa League sind es immerhin noch gute vier Millionen, während es im Turnier der Conference League nur drei Millionen sind. Ein Sieg während der Ligaphase der Champions League bringt über zwei Millionen Euro, in der Europa League hingegen 450.000 und in der Conference League 400.000 Euro.

Würden sich die Münchner im Kracher-Duell gegen Real Madrid behaupten, würden sie für den Einzug ins Halbfinale der Königsklasse 15 Millionen kassieren. Freiburg würde für das Erreichen derselben Runde im Wettbewerb der Europa League die genannten 4,2 Millionen erhalten, und Mainz im Turnier der Conference League 2,5 Millionen Euro. (red)

Und der Titelgewinn? Der Club, der im Mai in Budapest die Königsklasse holt, streicht für diesen Erfolg samt Finalteilnahme 25 Millionen ein. Der Sieger der Europa League in Istanbul kann sich über 13 Millionen freuen, während der Champion der Conference League in Leipzig mit 7 Millionen Euro nach Hause geht.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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