Betrügereien und Wettbewerbsverzerrung kommen im Fußball bedauerlicherweise immer wieder vor. Doch was sich in der Vierten Liga in Südafrika zugetragen hat, ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten.
Unglaublich kurioses Ende einer Saison41 Eigentore in einem Spiel: Vier Klubs lebenslang gesperrt

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Nach dem letzten Spieltag der 4. Liga in Südafrika sind vier Teams lebenslang gesperrt worden. Das Foto zeigt die Südafrikanische-Landesflagge in Kapstadt am 14. Mai 2022.
Diesen Betrug konnte man gar nicht übersehen: Ein Spiel endete 59:1, ein anderes 33:1. Am letzten Spieltag der südafrikanischen Vierten Liga trafen der Matiyasi FC und die Nsami Mighty Birds und im Parellelspiel die Shivulanis Dangerous Tigers und die Kotoko Happy Boys aufeinander.
Die Tigers waren vor dem letzten Spieltag mit drei Punkten und 16 Toren Vorsprung Tabellenführer, während Matiyasi auf Platz zwei und Nsami auf Platz drei lagen. Um den Triumph der Tigers zu verhindern, entschieden sich die beiden Teams dazu, das Endergebnis zu verfälschen.
59:1, 33:1, 41 Eigentore – kurioses Ende der Viertliga-Saison in Südafrika
Nach einem Bericht der „BBC“ schossen hierbei die Mighty Birds ganze 41 Eigentore und das Spiel endete mit 59:1 für den Matiyasi FC. Doch ganz so einfach wollten sich die Tigers nicht geschlagen geben, nachdem sie von dem 22:0-Halbzeitergebnis im Parallelspiel erfuhren.
Shivulanis manipulierte kurzerhand ebenfalls das eigene Spiel. Der Gegner aus Kotoko nahm einige Spieler vom Feld, beendete die Partie mit nur sieben Spielern und ließ den Tabellenführer 33 Tore erzielen. Endstand: 33:1.
Der Betrug flog offensichtlich sofort auf. Der südafrikanische Fußball-Verband SAFA ging gegen die Betrüger vor und nahm die Ermittlungen auf.
Südafrikanischer Fußballverband sperrt Klubs lebenslänglich
Die SAFA bestrafte die Verantwortlichen und verhängte für alle vier Klubs eine lebenslange Sperre für den Spielbetrieb.
Gegen die Funktionäre der Klubs verhängte der Verband außerdem mehrjährige Sperren, die Schiedsrichter dürfen für zehn Jahre nicht mehr pfeifen. Strafen für die Spieler stehen noch aus.
Kurios: Der 33:1-Erfolg der Tigers hätte den Titel nicht einmal gesichert, da der Verfolger aus Matiyasi mit dem 59:1-Sieg das deutlich bessere Torverhältnis gehabt hätte. Meister wurde am Ende Gawula Classic, die vor dem letzten Spieltag auf dem 4. Platz lagen. (fit)

