Den Rekord als ältester Hattrick-Schütze in Spanien hat er schon seit der Hinrunde in der Tasche, doch Sturm-Opa Jorge Molina trifft munter weiter. Auch nach seinem 40. Geburtstag bleibt der Routinier ein Erfolgsgarant.
Doppelpack im SchicksalsspielSturm-Opa knipst in Top-Liga auch mit 40 noch zweistellig

Copyright: AFP
Jorge Molina ist beim FC Granada auch mit 40 Jahren noch ein Erfolgsgarant. Hier jubelt er am 13. Mai 2021 im Spiel gegen Real Madrid.

Den 40. Geburtstag hat er schon vor einigen Tagen gefeiert, die Zehn-Tore-Marke ist seit Samstag (7. Mai 2022) auch geschafft. Mit einem Doppelpack im Schicksalsspiel hat Sturm-Routinier Jorge Molina das nächste Kapitel seiner ausdauernden Profi-Karriere geschrieben.
Mit dem FC Granada schoss er am Sonntag im Keller-Duell Real Mallorca auswärts mit 6:2 ab, der letztjährige Viertelfinalist der Europa League schob sich nach zwei Spieltagen auf einem Abstiegsplatz damit wieder über den Strich. Sturm-Opa Molina hat daran gehörigen Anteil.
Jorge Molina sicherte sich Hattrick-Rekord in Spanien
Besonders auf Mallorca hat es der 40-Jährige abgesehen, der neben den Toren zum 4:2 und 6:2 bereits das 3:1 vorbereitet hatte. Im Hinspiel erzielte er beim 4:1 sogar einen Dreierpack und wurde, damals noch mit 39, zum ältesten Hattrick-Schützen der Geschichte in La Liga.
Zum Vergleich: Als in der Bundesliga Claudio Pizarro (43) 2016 diesen Rekord holte, war er 37. Am Samstag feierte Granada seinen gut gealterten Torjäger, der in der laufenden Spielzeit zudem noch fünf Vorlagen beisteuerte, bei Social Media als „Kulturgut des Weltfußballs“.
„Es war ein Spiel auf Leben und Tod – und wir haben es großartig gemacht“, freute sich Molina im Interview nach Schlusspfiff und blieb gewohnt bescheiden: „Das Persönliche spielt heute keine Rolle.“ Glückwünsche zum Sieg im Schicksalsspiel schickte sogar Star-Coach José Mourinho (59) nach Granada, wo mit Trainer Aitor Karanka (48) seit Kurzem sein langjähriger Co-Trainer als Feuerwehrmann an der Seitenlinie steht.
Jorge Molina erst zum dritten Mal in erster Liga zweistellig
Molina ist in den drei verbleibenden Spielen der Mission Klassenerhalt einer der entscheidenden Faktoren. Star-Allüren? So gar nicht seine Sache: „Ich mag es nicht, mich zu hören oder im Fernsehen zu sehen, das ist mir ehrlich gesagt ein bisschen unangenehm“, verriet er nach dem Hinspiel beim Radiosender Cadena Ser.
Sein Erfolgsrezept ließ sich Molina dennoch entlocken: „Man muss ein bisschen wie ein Schwamm sein und alles aufsaugen, von den Mitspielern, den Trainern im Laufe der Karriere. Auch, wenn man Spiele im Fernsehen sieht. Man lernt nie aus.“
In seiner langen Laufbahn knackte Molina erst zum dritten Mal die zehn Tore im Spaniens La Liga. In 285 Erstliga-Auftritten gelangen ihm 73 Treffer, in der 2. Liga kommen 88 Tore in 173 Spielen hinzu. In seiner 16. Profi-Saison will der Routinier jetzt seine Erstliga-Quote weiter aufpolieren. Der Vertrag ist bereits bis 2023 verlängert, um den Liga-Verbleib will sich Molina im Saisonfinale jetzt höchstpersönlich kümmern.

