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Miese Stimmung in den Stadien Fan-Regeln in der Pandemie: Maßnahmen ja – aber das sieht nach Willkür aus

Zuschauer sitzen auf der Tribüne der BayArena.

Leere Ränge – wie hier am 13. Dezember beim Spiel Leverkusen gegen Hoffenheim – gibt es am Wochenende wieder in den Bundesliga-Stadien.

Boostern, Abstand, Masken: Viele Menschen halten sich im Kampf gegen das Coronavirus an alle Regeln. Doch es wird schwierig, wenn es nach Willkür aussieht, findet unser Autor in seinem Kommentar.

Keine Frage: Der Kampf gegen die Corona-Pandemie wird durch die rasende Übertragungsgeschwindigkeit der Omikron-Variante immer schwieriger, die Krankenhäuser – ob für Kinder oder Erwachsene – stehen seit zwei Jahren unter Dauerstrom.

Immer noch fordert Corona täglich Hunderte Tote, Omikron sorgt für Rekorde bei Neuinfektionen und der Sieben-Tage-Inzidenz. Das tückische Virus also als einfache Grippe abzutun, ist daher alles andere als zutreffend.

Dass der Staat Regeln aufstellen muss, ist ebenfalls richtig und wichtig. Zu behaupten, der Fußball habe nichts mit Corona zu tun, ist Quatsch: Auch in den Stadien und insbesondere auf den Zuwegen ist die Gefahr einer Virusverbreitung gegeben.

Corona-Regeln müssen nachvollziehbar sein

Doch die wirksamsten Regeln sind die, die auf einer logischen Grundlage aufgestellt werden und deshalb eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Dann nämlich steigt die Akzeptanz und damit auch der Erfolg.

Die Zuschauerregelungen in der Bundesliga haben im Vergleich zu anderen Events aber mit Logik nicht mehr das Mindeste zu tun. Warum dürfen in Köln und Dortmund nur 750 Zuschauer rein, auf St. Pauli aber 2000? Warum darf der Dortmunder Signal Iduna Park nicht mal zu einem Prozent gefüllt sein, die Hamburger Elbphilharmonie aber zu 95 Prozent?

In Halle hätte jeder zweite Platz im Drittliga-Spiel gegen Türkgücü München (wurde inzwischen wegen Corona-Fällen abgesagt) besetzt werden können, während in Bayern komplette Geisterspiele stattfinden. Man kann auch eine Schul-Turnhalle, in der ein Handball-Spiel stattfindet, nicht mit einem gigantischen Fußball-Stadion unter freiem Himmel gleichsetzen. Die NRW-Landesregierung macht dies aber. 

Ungleichbehandlung in der Bundesliga problematisch

Schon früh in der Pandemie hatten sich die DFL um Ex-Geschäftsführer Christian Seifert (52) und auch das Präsidium mit dem scheidenden FC-Chef Alexander Wehrle (46) für gleiche Bedingungen für alle Profi-Klubs eingesetzt. Jetzt aber kämpft jeder für sich – und gleichzeitig gegen die teils schwer nachvollziehbaren Vorgaben aus der Politik.

Doch bleibt es dabei: Im Kampf um Corona sollten möglichst alle Menschen die Maßnahmen auch akzeptieren und mittragen. Wenn nötig, dann eben auch mit Geisterspielen. Denn auch die Bundesliga-Klubs müssen auf ein Sinken der Fallzahlen hoffen, damit in Zukunft keine Einschränkungen mehr nötig sind. Für die meisten Vereine, auch für den 1. FC Köln, sind die Zuschauereinnahmen nämlich überlebenswichtig.

Die jetzigen Regeln aber helfen keinem Menschen. Wenn überall etwas anderes gilt und die Vorschriften nur noch nach staatlicher Willkür aussehen, erweist man der Pandemie-Bekämpfung einen Bärendienst.

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