DFB-Pleite gegen GriechenlandKlopp ärgert das „Drecksding“: „Klingt wie eine Ausrede“

Statt seinen ersten Sieg als Bundestrainer zu feiern, musste Jürgen Klopp seine erste Niederlage hinnehmen. Nach der Partie gegen Griechenland analysierte er die Pleite.

Die Euphorie hat einen ersten Knacks! Jürgen Klopp (59) wollte in seinem zweiten Länderspiel als Bundestrainer eigentlich seinen ersten Sieg feiern. Nach dem 1:1 in Amsterdam gegen die Niederlande gab es in Augsburg gegen Griechenland allerdings die erste Pleite.

Gegen die Südeuropäer hatte die deutsche Nationalmannschaft 76 Prozent Ballbesitz, konnte daraus aber nichts Zählbares machen. Stattdessen vollendeten die Griechen einen Konter zum 1:0-Sieg.

Jürgen Klopp: „Das geht alles auf meine Kappe“

Dimitrios Kourbelis setzte sich erst gegen den viel zu passiven Felix Nmecha durch, den Schuss des Griechen fälschte Joshua Kimmich dann unhaltbar für Torhüter Alexander Nübel ab. Als „Drecksding“, das die Griechen „reinwurschteln“, beschrieb Klopp das Tor im Nachgang am ARD-Mikrofon.

„Es ist Teil des Prozesses. Die Aufstellung, die Zusammensetzung, die vielen Wechsel, das geht alles zu 100 Prozent auf meine Kappe. Dass wir einen tiefstehenden griechischen Gegner nicht komplett auseinandernehmen, das war klar. Das Spiel heute nicht hoch zu gewinnen, damit hätte ich leicht leben können. Aber verlieren darfst du es nicht, haben wir trotzdem getan. Wenn das Ergebnis so ist, dann braucht der Gegner einen Angriff und dann machen sie den Ball rein“, analysierte Klopp das Spiel.

Klopp zeigte sich etwas überrascht davon, dass die Gäste fast nur mit langen Bällen agiert hatten. Und genau damit hatte seine Mannschaft Probleme: „Die ersten Momente haben wir ok verteidigt, aber das müssen wir besser machen. Für mich war es das erste Mal, dass ein Gegner so spielt. Was wichtig ist: Wir müssen Abläufe haben. Ein gutes Beispiel sind die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit, weil das wussten wir jetzt, was der Gegner macht. In der Pause hatten wir die Jungs drauf eingestellt und dann waren die Abläufe da. Dann haben wir es aber nicht mehr gemacht. Warum? Das weiß ich nicht.“

Klopp wurde nicht müde, zu betonen, dass auch so eine Niederlage zur Entwicklung dazugehöre. Zumal die neu zusammengewürfelte Mannschaft noch nicht gut genug eingespielt sei.

Wir werden uns zusammenfinden und alles wird sich zusammenfügen, weil das immer passiert, wenn man die richtigen Dinge tut. Und wir tun die richtigen Dinge! Wir haben nur ein kleines Zeitproblem, zwischen den Spielen gerade: Zwei Tage Training, Regeneration, dann wieder ein Spiel. Aber wir haben dieses Rhythmus jetzt. Und nochmal: Jede Erklärung klingt wie eine Ausrede. Die will ich gar nicht nutzen, sagte der 59-Jährige abschließend.

Klopp wird jetzt mit seinem zweiten Kader arbeiten und ihn auf die Spiele gegen Serbien (1. Oktober, 20.45 Uhr) und Griechenland (4. Oktober, 20.45 Uhr) vorbereiten.