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Gündogan gibt zu denken„Das ist der größte Irrtum“ im Profifußball

Ilkay Gündogan steht im Dress von Galatasaray Istanbul auf dem Platz.

Copyright: IMAGO/SOPA Images

Ilkay Gündogan hat in seiner Fußball-Karriere eine Menge erreicht und spielt derzeit für Galatasaray Istanbul. Über das Geschäft Fußball hat er sich nun in einem Interview sehr bedächtig geäußert.

Aktualisiert

Der im Spitzenfußball äußerst erfahrene Mittelfeldspieler von Galatasaray Istanbul will eine „immer stärker werdende Brutalität des ganzen Geschäfts“ erkannt haben.

Ex-Nationalspieler Ilkay Gündogan hat ein äußerst reflektiertes Interview über das Fußball-Geschäft gegeben. Der 35-Jährige, der für Top-Vereine wie Manchester City, FC Barcelona und Borussia Dortmund im Weltfußball unterwegs war, sieht Spitzenfußballer von der Öffentlichkeit mitunter falsch beurteilt.

„Viele glauben, dass Erfolg und Geld wie ein Schutzschild wirken, dass man keine Sorgen mehr hat, sobald man ,es geschafft‘ hat“, sagte der frühere DFB-Kapitän der FAZ.

Ilkay Gündogan: „Der größte Irrtum ist, dass man als Profi aufhört, ein Mensch mit Zweifeln zu sein“

Doch das Gegenteil sei der Fall. Gündogan betonte vielmehr: „Der größte Irrtum ist, dass man als Profi aufhört, ein Mensch mit Zweifeln zu sein.“

Das heißt: Fußballer würden „oft nur noch als ,Maschine‘ wahrgenommen, die am Spieltag funktionieren muss“, klagte Gündogan und erklärte: „Man hat eigentlich nie wirklich Feierabend von diesem Druck; er schwingt immer im Hintergrund mit, egal, wo man ist.“

Als Profi müsse man erst lernen, „sich den Kern seiner eigenen Persönlichkeit zu bewahren, damit man nicht nur über seine Leistung definiert wird.“

Überhaupt sieht der Mittelfeldspieler von Galatasaray eine „immer stärker werdende Brutalität des ganzen Geschäfts. Von Zero to Hero und umgekehrt wird gefühlt von Jahr zu Jahr extremer. Damit steigen die mentalen Herausforderungen, vor allem für junge Spieler und deren Umfelder.“

Unterdessen verriet Gündogan, woran ein „guter Spieler“ zu erkennen sei. „An seinem ersten Kontakt und seiner Orientierung im Raum, noch bevor der Ball ihn erreicht“, erklärte er: „Ein guter Spieler spielt nicht nur den Ball, er spielt mit der Zeit und dem Raum.“

Und der Beste ist natürlich: Lionel Messi. „Er entzieht sich jeder taktischen Logik. Man kann ihn 80 Minuten lang kontrollieren, und in den restlichen zehn zerstört er das gesamte taktische Konstrukt.“ Einen wie Messi, meinte Gündogan, werde es wohl „auf Jahrzehnte hinaus nicht mehr geben“. (red/sid)

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