„Nicht nachvollziehbar“ Nur 5000 Zuschauer: Hertha-Kritik an Corona-Maßnahmen

Hertha-Fans verfolgen das Spiel im Olympiastadion.

Die Fans von Hertha BSC verfolgen das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 7. November 2021.

Harte Corona-Maßnahmen auch in der Hauptstadt: Der Berliner Senat hat die Zuschauergrenze für Fußball-Heimspiele auf 5000 Zuschauer

Berlin begrenzt im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie die Zuschauerzahlen unter anderem für die Heimspiele der beiden Fußball-Bundesligisten 1. FC Unionund Hertha BSC auf 5000. Das gab der Regierende Bürgermeister Michael Müller am Freitag in der Hauptstadt nach einer Sondersitzung des Senats bekannt.

Die Regelung tritt ab kommenden Mittwoch in Kraft, das Heimspiel des 1. FC Union Berlin am Freitag gegen RB Leipzig ist davon nicht berührt.

Hertha BSC: Minuskulisse gegen Bielefeld und Dortmund

Als erstes davon betroffen sein wird die Hertha bei ihrer Partie im Olympiastadion am 11. Dezember gegen Arminia Bielefeld sein. Am 18. Dezember empfängt Hertha Borussia Dortmund.

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„Eine Reduzierung der Zuschauer-Kapazitäten in den Stadien ist aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie nachvollziehbar“, hieß es in einer Reaktion der Hertha. Bei 15.000 Besucherinnen und Besuchern im Olympiastadion, die nach den Vorgaben des Bundes erlaubt wären, sei unter 2G-Bedingungen inklusive Maskenpflicht das Infektionsrisiko auch mit Blick auf die Anreisesituation nahezu ausgeschlossen.

Fans von Union feuern ihr Team von der Tribüne aus an.

An der Alten Försterei wird bald auch nicht mehr soviel los sein wie hier im Derby am 20. November 2021 gegen die Hertha.

Rund 74.000 Fans passen insgesamt in die Arena. „Eine weitere Reduzierung auf 5000 Zuschauerinnen und Zuschauer durch den Senat in Berlin erachten wir daher als eine wenig maßvolle Entscheidung, die wir nicht nachvollziehen können“, erklärte Hertha.

Union mit Heimspielen gegen Freiburg und Prag

Union ist am 15. Dezember Gastgeber für die Meisterschaftspartie gegen den SC Freiburg sowie bereits am Donnerstag kommender Woche im Gruppenfinale der Conference League für das Spiel gegen Slavia Prag. Die Partie soll im Olympiastadion stattfinden, weil das Stadion An der Alten Försterei nicht den internationalen Ansprüchen genügt. Bei einem Geisterspiel hätten die Unioner versucht, das Spiel in ihrer Heimstätte auszutragen.

Zudem wurde für Berlin beschlossen, dass im allgemeinen Kontaktsport, bei dem der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann, 3G-Bedingungen herrschen. Das bedeutet, dass nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete dann den entsprechenden Sport ausüben dürfen.

Hallen-Events in Berlin auf 2500 Zuschauer begrenzt

Für Hallenevents, von denen unter anderem die Füchse Berlin, die Eisbären Berlin und die Berlin Volleys betroffen sind, legte der Senat eine maximale Zuschauerzahl von 2500 fest.

In Berlin ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus unverändert hoch. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich 360,7 von 100.000 Menschen mit dem Coronavirus, wie das Robert Koch-Institut am Freitagmorgen mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag damit auf ähnlichem Niveau wie am Freitag vergangener Woche. (ach)

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