750 Fans in großer SchüsselStadion-Zoff: FC-Talent erlebt Geisterkulisse

Eric Voufack und David Preu im Zweikampf. Die Tribünen im Hintergrund sind leer.

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Der TSV Halvelse verlor im Stadion von Hannover 96 gegen den VfB Stuttgart II – vor nicht einmal 1000 Fans.

Ein fehlendes Okay vom Amt zwingt den TSV Havelse zu einem Stadionwechsel. Das macht Hannover-Chef Martin Kind richtig wütend.

Geisterkulisse beim Drittliga-Start: Der TSV Havelse ist mit einer 2:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II in die neue Saison gestartet. 750 Fans waren live dabei. Dabei passen eigentlich 49.000 Menschen in die Arena.

Hintergrund: Der Drittligist musste am Samstag (8. August 2026) kurzfristig in die Heinz-von-Heiden-Arena ausweichen, in der eigentlich Zweitligist Hannover 96 seine Heimspiele austrägt.

Martin Kind wettert wegen Stadion-Posse: „Das ist ja abenteuerlich“

Der Plan, das Spiel gegen den VfB-Nachwuchs im kleineren Eilenriedestadion auszutragen, wurde vom DFB kurzfristig gekippt. Eine noch nicht erteilte Freigabe für die zusätzlichen Tribünen war der Grund. Und so erlebte der vom 1. FC Köln an Havelse ausgeliehene Verteidiger Yannick Mausehund als Ersatzspieler von der Bank aus einen kuriosen Einstand, der sehr an die Geisterspiele zu Corona-Zeiten erinnerte.

Die sehr späte Bekanntgabe verärgerte auch Hannover 96, den Betreiber des großen Stadions, gewaltig. Besonders Aufsichtsratschef Martin Kind war fuchsteufelswild. Der Spielort wurde nämlich erst am Vormittag des Freitags endgültig bestätigt, also nur einen Tag vor dem Spiel. „Das geht nicht. Das ist ja abenteuerlich, sowas muss man rechtzeitig entscheiden“, polterte der 96-Boss. Das berichtet „liga3-online.de“.

Wie kam es zu dem ganzen Wirbel? Nach einem Rückbau der zusätzlichen Tribünen erfüllte das Eilenriedestadion nicht mehr die Anforderungen für die 3. Liga. Zwar sind die Tribünen mittlerweile wieder aufgebaut, aber es mangelt noch an der amtlichen Genehmigung. Der TSV Havelse hatte in seinen Lizenzdokumenten deshalb ohnehin die 96-Arena als Austragungsort für Heimspiele benannt.

Der DFB wies einen kurzfristig gestellten Antrag ab, die Begegnung des 1. Spieltags dennoch im kleinen Stadion auszutragen, und verwies auf organisatorische Hürden. Auch für TV-Partner wäre die Verlegung demnach zu kurzfristig gewesen.

Kind hatte damit offensichtlich nicht gerechnet und bezeichnete es als „eine unerwartete Entwicklung und fast eine Katastrophe“. Er wetterte über die Konsequenzen: „Das sind jetzt ungeplante Überstunden für uns. Wir müssen das Stadion verfügbar machen, und es muss alles da sein.“ Sicherheitspersonal, die gesamte Logistik, zahllose Kleinigkeiten – all das musste im Eiltempo organisiert werden. Die Zeit war zu knapp für die Essensversorgung, daher wurden nur Getränke angeboten.

Bis zur kommenden Heimpartie kontra Waldhof Mannheim verbleiben nun drei Wochen, um die erforderliche Zulassung für die Tribünen einzuholen. „Der DFB kann den Wunsch des TSV Havelse nachvollziehen, seine Heimspiele – je nach Sicherheitslage – perspektivisch im Eilenriedestadion auszutragen, und begleitet das Vorhaben weiterhin konstruktiv und im engen Austausch mit dem Klub, um baldmöglich das Eilenriedestadion als weitere Spielstätte zu genehmigen“, hieß es vom Verband.

Wenn die Genehmigung erteilt wird, sollen künftig lediglich die Partien mit hohem Sicherheitsrisiko im großen Stadion ausgetragen werden. (red)

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