Die Frauenfußballwelt wird weiter erschüttert. Nach den schrecklichen Missbrauchsvorwürfen aus den USA haben nun auch Nationalspielerinnen aus Venezuela ihren ehemaligen Trainer beschuldigt.
Trainer ein „Monster“Schwere Missbrauchs-Vorwürfe gegen früheren Nationalcoach

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Atléticos Deyna Castellanos beim Spiel gegen Real Sociedad am 22. Dezember 2020
Venezuela. In einem Brief haben 24 Spielerinnen verschiedener venezolanischer Frauenfußball-Nationalmannschaften schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Trainer Kenneth Zseremeta (55) erhoben. Der Panamaer soll während seiner neunjährigen Amtszeit bis 2017 mehrere Spielerinnen sexuell belästigt und missbraucht haben.
Deyna Castellanos (22), Starspielerin von Atlético Madrid, unterzeichnete und veröffentlichte den gemeinsamen Brief auf ihren Social-Media-Kanälen. Ihren ehemaligen Übungsleiter bezeichnete sie dabei als „Monster“. Die Spielerinnen erklärten, sie hätten „beschlossen, ihr Schweigen zu brechen, um Situationen des Missbrauchs und der Belästigung - physisch, psychisch und sexuell - zukünftig zu vermeiden.“
Venezuala: Missbrauch auch an 14-Jähriger
In dem Schreiben heißt es, eine Spielerin, deren Name nicht genannt wurde, habe im vergangenen Jahr enthüllt, dass sie von ihrem Trainer sexuell missbraucht worden sei, seit sie 14 Jahre alt war. Zseremeta habe die Spielerinnen außerdem wiederholt nach ihrer Sexualität und sexuellen Orientierung gefragt. Auch habe es Fälle von „physischem und psychischem Missbrauch während der Trainingseinheiten“ gegeben.
Nach seiner Zeit in Venezuela kehrte Zseremeta zurück in seine Heimat Panama, wo er weiterhin Frauenmannschaften trainiert. Bis jetzt schwieg der Coach zu den Anschuldigungen. Jorge Giménez (34), Präsident des Venezolanischen Fußballverbandes FVF, sagte in einer Mitteilung: „Wir setzen uns für die Integrität des Sports ein und sind bereit, die Rechte unserer Spielerinnen durchzusetzen. Es ist an der Zeit, für Respekt und Fairness zu kämpfen.“
Bereits vergangene Woche wurde in der US-Frauenfußball-Profiliga NWSL ein Missbrauchsskandal um frühere Trainer bekannt. Infolge dessen wurde der Spielbetrieb am vergangenen Wochenende gestoppt und die betroffenen Coaches entlassen. Außerdem trat Ligachefin Lisa Baird zurück. (dpa/job)

