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Frauen-Bundesliga Rekordkulisse, doppelt so viele Fans vor dem TV, nur die Tore fehlen

Zum Saisonauftakt der Frauen-Bundesliga empfang Frankfurt die Bayern.

Frankfurts Spielerinnen jubeln nach dem Spiel am 16. September 2022 mit den Fans. 

Ein torloses Remis, aber eine Rekordkulisse! Die Saison in der Frauen-Bundesliga ist extrem stimmungsvoll gestartet.

Ein Hauch von EM-Euphorie, dazu eine Rekordkulisse – aber keine Tore zum Auftakt: Rund sieben Wochen nach dem „Sommermärchen“ der DFB-Frauen haben Eintracht Frankfurt und Vize-Meister Bayern München am Freitag (16. September 2022) die neue Saison vor 23.200 Zuschauerinnen und Zuschauern eröffnet und damit für eine Bestmarke in der Bundesliga gesorgt.

Zum Start der 33. Spielzeit in der Frankfurter WM-Arena mussten die Münchnerinnen durch das 0:0 bei der Eintracht nach einem dürftigen Auftritt aber einen kleinen Dämpfer hinnehmen. Vor dem Anpfiff waren zudem die sechs deutschen Vize-Europameisterinnen der Bayern um Lina Magull, Giulia Gwinn und Co. sowie die vier EM-Heldinnen aus Frankfurt geehrt worden.

„Eine Kulisse, die der Frauenfußball sich wünscht“

„Es war superschön, das ist eine Kulisse, die der Frauenfußball sich wünscht“, sagte Gwinn bei Eurosport. Das Spiel in der Frankfurter WM-Arena sei „etwas ganz Besonderes“ gewesen.

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„Wenn man uns die Bühne lässt, Werbung macht und das Umfeld drum herum daran arbeitet, so etwas auf die Beine zu stellen, ist so etwas häufiger möglich“, sagte die Frankfurterin Sara Doorsoun.

Bayern-Angreiferin Lea Schüller wünschte sich derweil, „dass es mit den Zuschauerzahlen weiter so geht und wir in großen Stadien spielen dürfen“. Der bisherige Besucherrekord in der Liga hatte bei 12.464 Zuschauern in Wolfsburg (Juni 2014) gelegen.

„Das ist halt Frankfurt. Aber die Mädels haben sich das auch verdient“, sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche bei Eurosport vor der Partie mit Blick auf die bislang größte Bundesliga-Kulisse.

200.000 Fans vor dem TV

Die erste TV-Übertragung der Frauen-Bundesliga in der neuen Saison hat ungefähr doppelt so viele Zuschauerinnen und Zuschauer gefunden wie im Durchschnitt der Vorsaison. Rund 200.000 Menschen schauten am Freitag die Partie Eintracht Frankfurt gegen Bayern München bei Eurosport, wie ein Sprecher am Samstag sagte. Er verwies angesichts des geringen Niveaus auch auf die Sport-Konkurrenz durch die Basketball-Übertragung bei RTL.

Der Free-TV-Sender zeigt jeden Freitag eine Bundesliga-Begegnung. Der Zuschauer-Durchschnitt lag bei den 22 Übertragungen der abgelaufenen Spielzeit bei 100.000. Alle Live-Partien gibt es im Bezahl-Angebot von MagentaSport.

Auf dem Feld taten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit vor den Augen von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg allerdings schwer, Chancen blieben Mangelware. Die Bayern von Neu-Trainer Alexander Straus enttäuschten auch nach der Pause, die Eintracht machte den aktiveren Eindruck.

Das Ziel für diese Saison ist klar: Der Schwung durch die erfolgreiche EM in England soll mit in den Alltag genommen werden, mit dem Auftakt auf großer Bühne ein richtungsweisendes Signal gesetzt werden. 

Auftaktsieg für den VfL Wolfsburg

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben ihre Mission Titelverteidigung in der Frauen-Bundesliga mit einem klarem Heimsieg eröffnet. Der Double-Gewinner bezwang zum Auftakt am Samstag die SGS Essen vor 3217 Zuschauern verdient mit 4:0 (3:0).

Doppeltorschützin Ewa Pajor (14./70.), DFB-Kapitänin Alexandra Popp (40.) und Tabea Waßmuth (44.) trafen vor stimmungsvoller Kulisse im AOK-Stadion. „Die drei Punkte sind das Wichtigste. Aber wir müssen noch ein paar Tore mehr machen“, gab Pajor bei MagentaSport zu. (sid)

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