„Gehört auch ein bisschen dazu“ Bayerns Leroy Sané spricht über die bitteren Pfiffe gegen Köln

Leroy Sané bejubelt sein Tor zum 4:0, allerdings tut er dies eher halberzig.

Leroy Sané bejubelt seinen Treffer zum 4:0 gegen Kiew am 29. September 2021 mit gedämpfter Freude.

Bayerns Leroy Sané hat in der noch jungen Saison bereits eine beeindruckende Transformation hingelegt. Nach dem Spiel gegen Kiew musste er dennoch eine Beichte ablegen.

München. DAZN-Kommentator Jan Platte war sich während des Spiels sicher: Das Tor von Leroy Sané (25) ist ein Geniestreich! Es war der vierte Treffer des FC Bayern am Dienstagabend (29. September 2021) gegen Dynamo Kiew. Doch Platte lag falsch.

Wenige Minuten nach dem souveränen 5:0 gegen die Ukrainer trat Sané vor die Kamera. Er lächelte. „Im Endeffekt haben wir unsere Dominanz gezeigt“, resümierte Sané selbstbewusst und lobte besonders die Defensivleistung der eigenen Mannschaft.

Pfiffe bei Bayern München gegen Leroy Sané

In den letzten Wochen hat Sané durch gute Leistungen Selbstvertrauen tanken dürfen. Noch im August hatte es allerdings Pfiffe gegen seine Person gegeben – beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln (Endstand: 3:2). Und zwar von den eigenen Fans. Gegen Kiew gab es „Leroy, Leroy“-Rufe der Anhänger.

Die Zuschauer waren zu Beginn der Spielzeit unzufrieden mit Sané, warfen ihm fehlende Körperspannung mit einhergehender Lustlosigkeit vor. Viele seiner Dribblings misslangen. Doch das ist Geschichte. Sané spielt befreit auf. Und seine Tempodribblings? Die gelingen plötzlich wieder.

Gegen Kiew machte Sané ein brillantes Spiel, bereitete ein Tor vor und erzielte selbst einen wunderschönen, wenngleich ungewöhnlichen Treffer: Es war die 74. Minute. Sané bekam den Ball auf der linken Außenbahn, ging ein paar Meter, schaute Richtung Strafraum und prügelte den Ball in die Mitte.

Der Ball fliegt ins Netz. Das Bild wurde von einer Position hinter dem Tor der Ukraine aufgenommen.

Der Ball schlägt ein: Heohiryi Bushchan kann den Gegentreffer durch Leroy Sané am 29. September 2021 nicht verhindern.

Doch der Ball landete nicht auf dem Kopf von Robert Lewandowski (33), sondern schlug im Tor der Ukrainer ein. Keeper Heorhiy Bushchan (27) sah dabei nicht gut aus, stand falsch und konnte den Ball nur noch mit den Fingerspitzen berühren. Die Schönheit des Treffers schmälerte das kaum.

Leroy Sané: „Das Tor war keine Absicht“

Auf dieses Tor kam der Field-Reporter auch im Interview mit Sané zu sprechen: „Ich hätte im Zweifel gesagt, es war eher Absicht.“ Sané wirkte kurzzeitig verlegen. „Nee, es war keine Absicht“, entgegnete Sané und erklärte seinen Treffer folgendermaßen: „Ich wollte den Ball normal reinflanken, aber ich habe ein bisschen Glück gehabt, dass in dem Moment meine Technik nicht so gut war.“

Angesprochen auf die Pfiffe der Zuschauer beim Köln-Spiel zeigte sich Sané selbstkritisch und nam die Bayern-Fans in Schutz. Der Frage des Reporters, ob ihm die Pfiffe wehgetan hätten, stimmte Sané zu: „Ich glaube, das tut keinem gut, egal in welcher Sportart. Aber im Endeffekt gehört es auch ein bisschen dazu. Ich habe keine gute Leistung gebracht, das weiß ich. Ich hab's auch akzeptiert.“

Sein Trainer Julian Nagelsmann (34) freute sich mit seinem Schützling über die Entwicklung. „Leroy hat eine herausragende Qualität und auch einen sehr guten Charakter. Er ist immer gut gelaunt, hat immer ein Lächeln auf den Lippen und ist auch der, der am lautesten lacht in der Kabine.“

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