„Verdächtige Ergebnisse häufen sich“ Europol warnt nach Corona-Einbußen vor Spielmanipulationen im Fußball

Ein Fußball liegt auf dem Tisch vor dem Spiel der Frauen zwischen Barcelona und Wolfsburg.

Unser Symbolbild zeigt den Ball vor dem Champions-League-Spiel der Frauen zwischen FC Barcelona und dem VfL Wolfsburg am 22. April 2022.

Weniger Einnahmen, mehr kriminelle Energie? Experten glauben, dass die Corona-Pandemie weitere negative Auswirkungen auf das professionelle Fußball-Geschäft haben kann.

Müssen sich Fans bald wieder auf die nächsten schlimmen Enthüllungen einstellen? Experten schlagen jedenfalls Alarm, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie bei einigen Beteiligten im Fußball-Geschäft kriminelle Energie freilegen könnte.

Die europäische Strafverfolgungsbehörde Europol und die UEFA rechnen wegen Corona mit mehr Spielmanipulationen im Fußball. Das organisierte Verbrechen habe „schnell verstanden, dass viele Klubs finanzielle Einbußen erlitten haben. Und wenn weniger Geld zur Verfügung steht, sind Spieler, Trainer, Schiedsrichter und sogar Vereinsoffizielle anfälliger für die Machenschaften von Spielmanipulatoren“, sagte Burkhard Mühl, Leiter des Europäischen Zentrums für Finanz- und Wirtschaftskriminalität (EFECC), bei einer Konferenz in Den Haag am Dienstag (26. April 2022).

Thema Spielmanipulation: Europol-Sitzung in den Niederlanden

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Insgesamt 109 Vertreter der Strafverfolgungs-, Justizbehörden und nationalen Fußballverbände aus 49 Ländern hatten sich am Dienstag am Europol-Sitz in den Niederlanden getroffen, um neue Wege für die Untersuchung von Korruptionsfällen im Sport sowie bei Spielmanipulationen zu finden.

Dabei ging es um die aktuell akutesten Bedrohungen für den Fußball und den Kampf gegen das organisierte Verbrechen. Demnach seien Fußball-Spiele besonders anfällig für Wettmanipulation.

„Es werden enorme Gewinne damit gemacht, das Unvorhersehbare vorhersehbar zu machen. Fälle von Spielmanipulationen und verdächtige Ergebnisse häufen sich“, sagte Mühl.

Die Zusammenarbeit zwischen der Strafverfolgung und den Sportorganisationen sei entscheidend, um Verdachtsfälle im Fußball zu erkennen und zu untersuchen. (sid)

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