Skandal-Entscheidung gegen Deutschland! Im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay wurde der DFB-Elf in der Verlängerung ein klares Tor geklaut – später folgte das bittere WM-Aus.
„Mir fehlen die Worte“Bei WM-Aus: Entsetzen nach Skandal-Entscheidung gegen Deutschland

Copyright: Screenshot ZDF
Um diese Szene beim WM-Spiel von Deutschland gegen Paraguay gab es mächtig Ärger. Foto: Screenshot ZDF

Aktualisiert:
Über 100 Minuten passierte nicht viel im WM-Sechzehntelfinale zwischen Deutschland und Paraguay (3:4 i.E.). In der Verlängerung kam es dann aber zu einem Skandal, der die DFB-Fans an die Heim-EM 2024 erinnern wird.
Vor rund zwei Jahren schied Deutschland im Viertelfinale gegen Spanien aus, weil Schiedsrichter Anthony Taylor (England) ein offensichtliches Handspiel von Marc Cucurella nicht ahndete. Ähnlich groß war die Aufregung beim deutschen Team jetzt auch wieder 2026 in den USA, Mexiko und Kanada!
Deutschland wird das Tor zum 2:1 verwehrt
Nach 90 Minuten stand es in einem sehr schwerfälligen Spiel 1:1 zwischen Deutschland und Paraguay (Torschützen: Julio Enciso und Kai Havertz). In der 102. Minute gab es die 13. Ecke für die DFB-Elf. Nathaniel Brown schlug sie an den zweiten Pfosten, dort wuchtete Jonathan Tah den Ball per Kopf zum umjubelten 2:1 für Deutschland ins Netz.
Der Jubel war groß – allerdings nur von kurzer Dauer. Die Teams standen bereits für den Anstoß bereit, aber Schiedsrichter Jalal Jayed (Marokko) gab die Partie noch nicht frei. Warum? Der VAR hatte sich gemeldet.
Die gesamte Bank der Südamerikaner war bereits zuvor aufgesprungen und hatte sich lauthals beschwert. Jayed ging zum Bildschirm zwischen den Trainerbänken.
Aber was wurde überhaupt gecheckt? In der Wiederholung war zu sehen, dass Paraguay-Keeper Orlando Gill in der Mitte nach einem Kontakt mit Waldemar Anton zu Boden ging. Es war allerdings auch zu erkennen, dass sich der Südamerikaner in den Deutschen reindrehte, Anton keine Bewegung in und gegen den Keeper machte.
„Da war ein Armeinsatz, habe ich in der Bundesliga bei Kane und Co. aber alles schon gesehen“, sagte ZDF-Kommentator Oliver Schmidt. Auch ZDF-Schiri-Experte und Ex-Bundesliga-Referee Thorsten Kinhöfer war sich sicher: „Für mich ist das kein Foul. Überhaupt nicht! Das ist handelsüblich, auch wenn der Torwart zu Boden geht. Das kann nie und nimmer ein Foul sein!“
Schmidt ergänzte: „Wenn wir hier den Maßstab der Premier League nehmen und die Ecken von Arsenal: In England würden sie sich schlapp lachen. Da wurde viel mehr durchgewunken.“ Und Kinhöfer ergänzte: „Da fehlen mir die Worte, auch um diese Uhrzeit.“
Ähnlich sahen die Einschätzungen bei MagentaTV aus. Kommentator Wolff Fuss sagte kurz und knapp: „Das ist für mich mega kleinlich.“ MagentaTV-Experte Patrick Ittrich ergänzte: „Sehr kleinlich. Natürlich gibt es einen Kontakt mit dem Torwart, aber ich sehe kein Wegstoßen, kein Wegdrücken, kein Festhalten. Das ist keine klare Fehlentscheidung und der Eingriff nicht gerechtfertigt. Für mich ein klares Tor für Deutschland.“
Eigentlich konnte es also keine andere Entscheidung als Tor geben – da hatten die Deutschen allerdings die Rechnung ohne Schiri Jayed gemacht! Der Marokkaner sagte in seiner Durchsage nach dem Check: „Der Spieler hat den Torwart daran gehindert, zum Ball zu gehen.“ Julian Nagelsmann (38) und seine Bank konnten es nicht fassen, ebenso wie wohl die deutschen Fans in der Heimat.
Am Ende stand es auch nach 120 Minuten 1:1, somit ging es ins Elfmeterschießen. Dort hatte die DFB-Elf dann das Nachsehen, nachdem Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Tah ihre Versuche verschossen hatten.
Nach der Partie sagte ZDF-Experte Christoph Kramer: „Dass wir uns am Ende über eine Schiedsrichter-Entscheidung beklagen oder aufregen, dazu darf es niemals kommen! Unterm Strich war es in allen Teilen einfach zu wenig, um ein WM-Spiel, in dem es um alles geht, erfolgreich zu gestalten.“ Trotzdem räumte er ein: „Es war ein reguläres Tor.“
Auch MagentaTV-Experte Jürgen Klopp äußerte sich nach der Partie noch zu der Szene: „Fakt ist: Wenn dieses Tor irregulär ist, dann wird Arsenal nicht englischer Meister. Ich glaube, die haben 60 Prozent ihrer Tore so geschossen.“


