Ein in Bonn geborener Profi soll plötzlich für die Nationalmannschaft des Iran auflaufen. Was hinter der irren Nominierung von Dennis Eckert Ayensa steckt.
Deutscher Stürmer für den IranBonner Junge vor Sensations-Debüt

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Dennis Eckert Ayensa ist in den Kader der iranischen Fußball-Nationalmannschaft berufen worden.
Teheran/Bonn – Ein deutscher Angreifer im Trikot des Iran? Was unglaublich klingt, könnte bald wahr werden. Wie die dpa berichtet, wurde der Angreifer Dennis Eckert Ayensa für die Nationalmannschaft des Iran nominiert. „Eckert wurde ins Trainingslager eingeladen und wird nach Erhalt der erforderlichen FIFA‑Genehmigungen die Möglichkeit erhalten, im Trikot der iranischen Nationalmannschaft aufzulaufen“, teilte der iranische Fußballverband (FFI) mit.
Hintergrund dieser besonderen Nominierung ist die Familiengeschichte des 29-Jährigen: Sein Vater ist Deutscher mit persischen Vorfahren, während seine Mutter aus Spanien stammt. Ein weiteres spannendes Detail ist seine Verwandtschaft zur berühmten iranischen Darstellerin Anahita Dargahi, seiner Tante. Die Laufbahn von Eckert Ayensa umfasste Stationen bei Celta Vigo, einem spanischen Erstliga-Club, und auch beim FC Ingolstadt. Für den belgischen Verein Standard Lüttich ist er seit 2024 aktiv.
Nicht der erste Deutsche im Iran-Trikot
Der Bonner ist damit in bester Gesellschaft. In der Historie der iranischen National-Auswahl ist er der fünfte Profi aus Deutschland mit persischen Ahnen. Ferydoon Zandi, Amir Shapourzadeh, Daniel Davari sowie Ashkan Dejagah trugen vor ihm bereits das Trikot des Landes. Dejagah stieg dabei sogar zum Mannschaftskapitän auf, wohingegen die drei anderen Akteure nicht ganz so erfolgreich waren.
WM-Vorbereitung mit Polit-Wirbel?
Insgesamt 35 Spieler wurden von Coach Amir Ghalenoei nominiert. Die Mannschaft soll für zwei Testbegegnungen in die Türkei fliegen. Dort stehen Duelle mit Nigeria sowie Costa Rica auf dem Programm, wie die Agentur Isna berichtet. Unklar bleibt jedoch, ob die Partien der Vorbereitung auf die nächste WM dienen sollen. Der Verband (FFI) äußerte sich dazu nicht.
Hinter der Zurückhaltung steckt ein politisches Beben: Infolge der jüngsten Militäraktionen von US- und israelischen Kräften hatte der FFI erst einen Verzicht auf die WM-Teilnahme erklärt. Darauf folgte eine überraschende Wende: Der Iran will nun doch mitspielen, stellt aber eine bizarre Forderung. Die Bedingung lautet, dass die Nation ihre drei Gruppenspiele in Mexiko absolvieren darf. (red)
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