Denkwürdiges CL-Debakel Xavi blaffte Barça-Stars in München schon zur Halbzeit an

Xavi gestikuliert im Spiel des FC Barcelona am Spielfeldrand.

Xavi ließ seinem Ärger über den Auftritt des FC Barcelona beim FC Bayern München am 9. Dezember 2021 in der Champions League freien Lauf.

Die erhoffte Erfolgsgeschichte von Xavi beim FC Barcelona startet mit einer ersten großen Enttäuschung. Durch das 0:3 beim FC Bayern scheitert Barça in der Champions League, Xavi platzte schon zur Pause der Kragen.

Die Euphorie über die Rückkehr von Vereins-Ikone Xavi (41) ist beim FC Barcelona schon nach 33 Tagen wieder komplett verpufft. Als Spieler in der Königsklasse mit vier Titeln noch erfolgsverwöhnt, muss er als Trainer mit den stolzen Katalanen das bittere Gruppen-Aus und den Abstieg in die Europa League hinnehmen.

Weil Barça unter dem Nachfolger von Ronald Koeman (58) in zwei Spielen sieglos und ohne Treffer blieb, zog Benfica Lissabon am Mittwoch (8. Dezember 2021) im Gruppen-Finale noch vorbei und versetzte Barcelona einen der schmerzhaftesten Dämpfer des neuen Jahrtausends. Kein Wunder, dass es in der Kabine schon zur Halbzeit krachte.

Champions League: Xavi wütete beim FC Barcelona schon in der Halbzeit

Wie das Barça-nahe Blatt „Sport“ am Tag nach dem 0:3 bei Bayern München berichtet, war der Frust besonders im Anschluss an den ersten Durchgang groß. Bei seiner Halbzeit-Ansprache hatte Xavi angesichts des 0:2-Pausenstands und der parallelen 2:0-Führung für Benfica kaum mehr Hoffnung, ging seine Truppe daher frontal an.

Alles zum Thema FC Barcelona
  • Barça-Fehlstart Nullnummer nach Finanz-Thriller: Lewandowski und Co. beim Liga-Debüt glücklos
  • Chaos pur Lewandowski-Fiasko droht weiter – Barça vor Liga-Start in „maximaler Sorge“?
  • Nächster Akt im Barca-Drama Zwei Neuzugänge können die Katalanen direkt wieder verlassen
  • Was Haaland damit zu tun hat Lewandowski spricht über Gründe für Barca-Wechsel
  • Unschöner Empfang im Camp Nou Barça-Star wird von eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen
  • Klub versinkt im Chaos Böser Erpressungs-Vorwurf – greift Barça jetzt zu allen Mitteln?
  • Brisanter Finanz-Trick Barça in Not: Wird Lewandowski-Einsatz zum Saisonstart verboten?
  • Barça-Boss knallhart Lewandowski klaut Teamkollege die Nummer – Klub droht das Finanz-Fiasko
  • Dortmunds Stürmer-Suche läuft Watzke traut Moukoko die Rolle nicht zu: „Wäre ein bisschen viel“
  • „Eine Menge Bullshit“ Lewandowski tritt nach – und bezichtigt Bayern-Bosse der Lüge

„Einige von euch verstehen nicht, was es bedeutet für Barça zu spielen“, soll er der sichtlich überforderten Mannschaft an den Kopf geworfen haben. Ob er dabei altgediente Stars wie Gerard Piqué (34) und Sergio Busquets (33) oder teure Zugänge wie Ousmane Dembélé (24) und Clement Lenglet (26) meinte, blieb offen. Dabei sind die Erwartungen schon länger vom einst stilprägenden schönen Spiel wie unter Frank Rijkaard (59) oder Pep Guardiola (50) abgewichen.

Doch selbst Mindest-Ansprüchen wurde der lahme Auftritt in der Allianz-Arena nicht gerecht. Die unterirdische Zweikampf-Quote von 27 Prozent sprach da für sich. „Wir gewinnen nicht einen zweiten Ball im Mittelfeld“, brüllte kurz vor Schluss Abwehr-Routinier Gerard Piqué (34) über den Platz. Da war beim Stand von 0:3 aber ohnehin schon alles verloren.

FC Barcelona scheitert erstmals seit 2000 in Gruppenphase der Champions League

Erstmals seit dem Jahr 2000 übersteht der Klub damit die Gruppenphase der Champions League nicht. Zwar war der Titel selbst mit Lionel Messi (34) in den vergangenen Jahren schon nicht mehr in Reichweite, allerdings ging es seit dem letzten Sieg 2015 immerhin noch viermal ins Viertel- und einmal ins Halbfinale.

Schon das Abschneiden im vergangenen Jahr war mit dem Achtelfinal-Aus so schlecht wie zuletzt 2007. Das Gruppen-Aus ist ein neuer Tiefpunkt für den finanziell angeschlagenen Klub, dessen CL-Teilnahme im kommenden Jahr dramatisch wackelt. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Platz vier in Spaniens LaLiga bereits, aktuell liegen die Katalanen nur auf Rang sieben.

„Ich bin richtig sauer. Das ist aktuell unsere Realität und das kotzt mich an“, machte Xavi aus seiner Ernüchterung keinen Hehl. In der Europa League besteht im kommenden Jahr zwar die Chance, sich mit guten Auftritten zumindest etwas zu rehabilitieren. Mehr als ein Trostpflaster sind die ersten Spiele im europäischen B-Wettbewerb seit 2004 aber kaum.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.