Champions League Experte blamiert sich mit böser Halbfinal-Abrechnung: „Er war ein Loser“

Pervis Estupiñán kommt im Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen Liverpool und Villarreal zu spät gegen Trent Alexander-Arnold

Der FC Liverpool beherrschte im Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (27. April 2022) den FC Villarreal. Hier kommt Pervis Estupiñán zu spät gegen Trent Alexander-Arnold.

Keine Chance beim großen Favoriten: Der FC Villarreal ging im Halbfinale-Hinspiel der Champions League beim FC Liverpool auf Schadensbegrenzung. Einem Ex-Profi stieß der Auftritt aber übel auf.

Mit dieser Wutrede stand der ehemalige englische Erstliga-Profi Jason Cundy (52) nach dem Halbfinal-Hinspiel der Champions League zwischen dem FC Liverpool und Bayern-Bezwinger FC Villarreal (2:0) am Mittwoch (27. April 2022) auf verlorenem Posten.

Der einstige Innenverteidiger, der unter anderem für den FC Chelsea und Tottenham Hotspur gespielt hatte, schoss nach dem Spiel beim Radiosender TalkSport scharf gegen das an der Anfield Road hoffnungslos unterlegene Villarreal – und dabei weit über das Ziel hinaus.

Champions League: Jason Cundy teilt böse gegen Villarreal aus

„Villarreal ist eine Schande. Das war eine Schande für die Champions League“, echauffierte sich Cundy in seiner „Analyse“ über die Spanier von Erfolgs-Trainer Unai Emery (50).

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Die hatten am Mittwoch zwar tatsächlich ihr wohl schwächstes CL-Spiel in der laufenden Saison absolviert, es dabei allerdings auch auswärts mit dem derzeit wohl formstärksten Team der Welt zu tun bekommen. In seiner Schärfe tat Dundy dem klaren Außenseiter aus Spanien, der etwa im Viertelfinal-Hinspiel einen eindrucksvollen Abend gegen den FC Bayern erlebt hatte, daher zweifellos Unrecht.

Hier sehen Sie die Wutrede von Jason Cundy im Twitter-Video:

Dass der amtierende Gewinner der Europa League vor den Bayern mit Juventus Turin bereits einen zweiten Favoriten in die Knie gezwungen hatte, interessierte Cundy allerdings wenig. „Man hätte auch einen Fan neben van Dijk aufstellen können, so schlecht waren sie“, legte er nach: „Keine Ahnung, wie sie es so weit geschafft haben, sie waren jämmerlich.“

Champions League: Jason Cundy erntet Kritik für Villarreal-Schelte

Die deutliche Abrechnung machte schnell in den sozialen Netzwerken die Runde, alleine bei Twitter wurde ein Ausschnitt auf dem Account von TalkSport knapp drei Millionen Mal angesehen. Am Folgetag gab es dann vor allem Kritik an der Kritik – und damit eine Menge Gegenwind für Jason Cundy.

Vor allem bei Twitter meldeten sich nicht nur viele empörte Fußballfans zu Wort, sondern auch einige aktive Spieler und Trainer. Villarreals Ex-Coach Juan Carlos Garrido (53) kommentierte: „Du bist als Einziger jämmerlich und eine Schande. Ignoranter Clown.“

Bemerkenswert sachlich äußerte sich der spanische Mittelfeldspieler Pedro Chirivella (24), der zum Beginn seiner Profi-Karriere für den FC Liverpool gespielt hatte und derzeit in Frankreich beim FC Nantes unter Vertrag steht. „Ich denke nicht, dass ein jämmerliches Team Arsenal, Manchester United, Bayern und Juve innerhalb eines Jahres besiegt“, argumentierte er: „In Anfield wartet auf jede Mannschaft ein hartes Spiel.“

Nach Villarreal-Attacke: Wikipedia-Eintrag von Jason Cundy verändert

Und auch bei Wikipedia blieb der Ausbruch von Cundy nicht ungestraft. Für kurze Zeit änderte ein verärgerter Fan die englischsprachige Version seines Artikels. Dort war zeitweise zu lesen: „Als Spieler hat er nichts gewonnen und jetzt sagt er, wie Villarreal spielen soll, obwohl jeder Villarreal-Spieler mehr internationale Spiele als er bestritten hat. Er war ein Loser.“

Das Duell in der Champions League am Mittwoch hatte der FC Liverpool hochverdient mit 2:0 gewonnen, bis zum Doppelschlag kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs taten sich die Reds rund um den gegnerischen Strafraum aber ähnlich schwer wie zuletzt schon Bayern München beim Viertelfinal-Aus.

„Heute ging es darum, defensiv zu bestehen“, sagte Trainer Emery nach der Anfield-Niederlage. Für das Rückspiel kommende Woche Dienstag im heimischen Estadio de la Cerámica versprach er bereits eine deutliche Leistungssteigerung des Sensations-Halbfinalisten: „Wir versuchen, dass es bei uns ein komplett anderes Spiel wird, dass wir das an den Tag legen, was wir uns vorstellen.“ (bc)

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