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„Reimen sich was zurecht“Wütende Gladbacher mit Köln-Verdacht nach Bayern-Pleite

Borussia Mönchengladbach kassiert in München eine erwartbare Niederlage. Der Platzverweis von Rocco Reitz ist dabei ein besonderes Ärgernis – gerade mit Blick auf die nächsten Spiele im Abstiegskampf.

Mehr als die erwartbare Niederlage beim FC Bayern erzürnte die Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach am Freitag (6. März 2026) die Rote Karte für Kapitän Rocco Reitz.

„Das beeinflusst die nächsten Wochen“, kommentierte Trainer Eugen Polanski (39) verärgert. Reitz hatte beim 1:4 in der zweiten Spielhälfte beim Stand von 0:2 nach einem mit Elfmeter geahndeten Zweikampf mit Bayern-Stürmer Nicolas Jackson wegen Vereitelung einer klaren Torchance die Rote Karte bekommen.

Robert Schröder: Platzverweis für Reitz „alternativlos“

Der Mittelfeldspieler wird deswegen nach dem 1:4 am Freitagabend wegen einer Sperre mindestens eine der drei anstehenden wichtigen Partien im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga verpassen. Doch im Gladbacher Lager regt sich über die Ausfall-Gewissheit für das kommende Spiel gegen St. Pauli bereits ein schmerzhafter Köln-Verdacht.

Sollte das DFB-Sportgericht keine Zweifel an der Regelauslegung von Schiedsrichter Robert Schröder äußern, dürfte Reitz die bei „Verhinderung einer offensichtlichen Torchance durch ein Foulspiel ohne anschließenden Torerfolg“ übliche Zwei-Spiele-Sperre kassieren. Er würde Borussia Mönchengladbach damit auch in zwei Wochen im Derby beim 1. FC Köln fehlen.

Schröder nannte seine Entscheidung alternativlos. Es habe sich um ein „Haltevergehen“ gehandelt, ohne Chance für Reitz, den Ball zu spielen. „Das Regelwerk lässt mir – wenn ich den Elfmeter pfeife – nichts anderes möglich“, sagte Schröder bei Sky. Auch das nährte den Verdacht auf ein Zwei-Spiele-Urteil durch den DFB.

„Die reimen sich immer etwas zurecht“, ärgerte sich Polanski über die Begründung des Unparteiischen. Er nannte den Entscheidungsverlauf in der kniffligen Szene, „erst Vorteil, dann Elfmeter und Rot, extrem hart“. Der Folgen dieser Auslegung durch den Schiri war er sich sehr wohl bewusst.

Gladbachs Sportchef Rouven Schröder wollte sich lieber „nicht in Rage reden“, als er die Szene bewerten sollte. „Ihr könnt es beurteilen“, sagte er im Gespräch mit den Reportern. Er äußerte allerdings schon die Befürchtung, dass Reitz vom DFB für zwei Spiele gesperrt werden könnte. (dpa/bc)

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