Bellingham zeigt Haltung in der Krise BVB-Spieler schaltet sich in britische Impf-Debatte ein

Jude Bellingham bekommt vom Schiedsrichter die Gelbe Karte. Bellingham schaut verständnislos und breitet die Arme fragend aus.

Nicht nur für diese Gelbe Karte vom 15. Dezember 2021 hat der Dortmunder Jude Bellingham Unverständnis.

Obwohl Jude Bellingham erst zarte 18 Jahre alt ist, ist er bereits jetzt ein Schlüsselspieler bei Borussia Dortmund – und auch zu gesellschaftlichen Themen bezieht der Engländer Stellung.

Jude Bellingham (18) vom Bundesligisten Borussia Dortmund macht nicht nur auf dem Rasen eine gute Figur, sondern zeigt auch neben dem Platz Haltung. Der Engländer hat sich nun an seine Fußball-Kollegen aus dem Vereinigten Königreich gerichtet.

„Es steht mir nicht zu, hier zu sitzen und zu sagen, dass sich jeder impfen lassen muss. Aber natürlich möchte ich, dass alle sicher sind. Also wäre mein Ratschlag, sich den Piks zu holen“, erklärte der englische Nationalspieler der BBC.

Jude Bellingham: „Ich möchte nichts an meine Familie weitergeben“

„Ich möchte sicher sein und nichts an meine Familie weitergeben oder selbst Spiele verpassen“, betonte der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, der bereits dreimal geimpft worden ist. Dabei appellierte er an die Strahlkraft und die Vorbildfunktion der Fußball-Profis.

Im gesamten Königreich gehen die Corona-Infektionszahlen derzeit durch die Decke: Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben der Plattform „Corona in Zahlen“ am Dienstag (21. Dezember 2021) bei 852,7.

Auch die Omikron-Variante breitet sich immer stärker aus. In England lag der Omikron-Anteil aller Fälle laut „Tagesschau“ am 19. Dezember bereits bei 60 Prozent.

Da es auch bei den Klubs der Premiere-League zu mehreren Corona-Ausbrüchen gekommen war, mussten diverse Partien am vergangenen Wochenende abgesagt werden: Lediglich vier der eigentlich angesetzten zehn Partien wurden angepfiffen. Das Top-Spiel zwischen Tottenham und dem FC Liverpool konnte ausgetragen werden (2:2), das Heimspiel von Manchester United gegen Brighton & Hove Albion fiel hingegen ins Wasser.

Nach Informationen der Premier League sind 92 Prozent der Kaderspieler mindestens einmal geimpft, lediglich 77 Prozent zweimal. Über die Drittimpfung gibt es noch keine validen Daten. Wissenschaftler hatten in den vergangenen Wochen allerdings wiederholt auf die enorme Wichtigkeit einer Booster-Impfung hingewiesen.

Gareth Southgate sieht keinen anderen Ausweg

Wie Bellingham sprach sich auch Englands Nationalcoach Gareth Southgate (51) klar für eine Impfung gegen das Virus aus, das die Welt nun schon seit fast zwei Jahren in Atem hält. „Ich sehe keinen anderen Ausweg aus der Situation, in der wir uns befinden“, erklärte der Coach, dessen Team in der Nations League im kommenden Jahr auf die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick (56) treffen wird.

Gute Nachricht für Hansi Flick: Sein Schützling Jamal Musiala (18, FC Bayern München), der auch für England hätte spielen können, sich aber für den DFB entschied, ist mittlerweile auch geimpft.

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