Krach am Spielfeldrand? Eine Geste von Trainer-Sohn Davide Ancelotti sorgte nach dem Brasilien-Spiel gegen Schottland für wilde Spekulationen.
Verdächtiges KopfschüttelnAncelotti-Schwiegertochter muss mit Neymar-Gerücht aufräumen
Dieser Moment auf der Trainerbank erregt die brasilianischen Fan-Gemüter! In den Hauptrollen: Superstar Neymar (34), Trainer Carlo Ancelotti (67) und dessen Sohn Davide (36).
Brasiliens Coach wurde beim WM-Sieg gegen Schottland von den TV-Kameras dabei eingefangen, wie er Neymar für die Einwechslung vorbereitet. Aber nur ein paar Schritte daneben sitzt sein Sohn und Assistenztrainer Davide Ancelotti und wirkt alles andere als glücklich. Er mustert den Angreifer von Santos mit einem düsteren Gesichtsausdruck und schüttelt mehrfach den Kopf.
Ancelottis Sohn und Schwiegertochter klären auf
Im Netz löste diese Aktion sofort hitzige Debatten bei den brasilianischen Fans aus. Zahlreiche Social-Media-User interpretierten das Kopfschütteln als eindeutiges Signal, dass Davide die Hereinnahme von Neymar ablehnte.
Andere wiederum gaben zu bedenken, seine Geste hätte sich auf etwas ganz anderes beziehen können. So war er möglicherweise gerade schlicht in einem Gespräch mit einer anderen Person, die nicht im Bild zu sehen ist.
Die Spekulationen nahmen ein solches Ausmaß an, dass sich Davide Ancelotti laut der spanischen Zeitung „Marca“ zu einem Statement genötigt sah. „Ich bedaure es sehr, dass ein Gespräch mit Paul Clement (Assistenztrainer, Anm. d. Red.), das nichts mit Neymars Einwechslung zu tun hatte, aus dem Kontext gerissen wurde“, so der Co-Trainer seines Vaters.
Zuvor hatte bereits seine Frau, die wegen der vermeintlichen Reaktion ihres Mannes auf das Neymar-Comeback in der Selecao mit Hass-Nachrichten überschüttet worden war, auf Instagram gepostet. „Ist euch klar, dass ihr ein Bild völlig missinterpretiert und das nichts mit der Realität zu tun hat?“, schrieb Ana Galocha. „Ich habe seit heute Morgen zahllose Beleidigungen erhalten. Wir sind die Ersten, die wollen, dass Brasilien gewinnt“, ergänzte die Spanierin.

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Ana Galocha sah sich wegen einer Szene auf der brasilianischen Trainerbank Anfeindungen ausgesetzt.
Carlo Ancelotti begründete Neymars Einwechslung nach dem Spiel so: „Er hatte die Gelegenheit zu spielen, weil ich denke, dass er es verdient hat, zu spielen“, stellte der Coach klar. Neymar habe diszipliniert und mit großer Professionalität an seinem Comeback gefeilt.
Der Nationaltrainer Brasiliens ist sich sicher, dass der Ausnahmekönner, dessen Karriere nach vielen Verletzungen aber auf dem absteigenden Ast ist, der Mannschaft bei diesem Turnier mit seiner Klasse weiterhelfen wird. „Ich denke, er hat gut gespielt, die paar Minuten, die er auf dem Platz war“, meinte Ancelotti. Einen zusätzlichen Ansporn benötige Neymar nicht, denn: „Jeder hier liebt ihn. Neymar ist immer noch derselbe, und mit 34 hat er die gleiche Leidenschaft wie als Kind.“
Für Neymar markierte dies den ersten Auftritt bei der laufenden Weltmeisterschaft. Der Rekord-Torschütze der Selecao (79 Treffer) hat eine schwere Phase durchgemacht. Eine Verletzung am Kreuzband und Meniskus während eines WM-Qualifikationsspiels im Oktober 2023 setzte ihn für lange Zeit außer Gefecht. Zudem bremsten ihn in der vergangenen Spielzeit bei Santos wiederholt kleinere Blessuren aus.
Bei seinem 20-minütigen Einsatz während des 3:0-Erfolgs über Schottland verzeichnete Neymar 24 Ballberührungen und einen Schuss aufs Tor. Jetzt ist die Hoffnung groß, dass er für die entscheidende Turnierphase pünktlich seine Topform findet – bei den Fans und bei Carlo Ancelotti. Im Sechzehntelfinale spielt Brasilien gegen Japan, und im Erfolgsfall wartet ein Duell mit der Elfenbeinküste oder Norwegen. (red)
