Abo

Ärger wegen Trump und InfantinoFremdscham-Bericht über Fifa-Mitarbeiter

Aktualisiert

Turbulente Zeiten bei der Fifa: Ausgerechnet der Friedenspreis sorgt beim Fußball-Weltverband für immer größeren Unfrieden.

Beim Weltfußballverband kocht die Stimmung hoch! Immer mehr Mitarbeiter aus dem mittleren und oberen Management der Fifa schämen sich offenbar für die Positionierung ihrer Organisation fremd.

Der Auslöser des ganzen Dramas laut eines Berichts im britischen „Guardian“: Donald Trumps Auszeichnung mit dem neu geschaffenen Friedenspreis. Diese Ehrung bekam der amerikanische Präsident im Dezember während der Auslosung für die Weltmeisterschaft in Washington D.C. überreicht.

Infantino-Alleingänge sorgen für Verstimmung

Fifa-Präsident Gianni Infantino gilt als enger Vertrauter von Trump, den er damals in den höchsten Tönen lobte: „Wir wollen Hoffnung sehen, wir wollen Einheit sehen, wir wollen eine Zukunft sehen. Das ist es, was wir von einem Anführer sehen wollen, und Sie verdienen definitiv den ersten Fifa-Friedenspreis.“

Nach der Ehrung, die in vielen Teilen der Welt mit viel Skepsis begleitet worden war, ist die Lage in mehreren politischen Brennpunkten eskaliert. So starteten die USA Luftschläge gegen Venezuela, bei denen der Präsident des Landes, Nicolás Maduro, und seine Gattin Cilia Flores entführt wurden. Das Paar wurde anschließend in die Vereinigten Staaten überführt und Maduro landete hinter Gittern.

Trump zündelt obendrein immer intensiver beim Thema Grönland, sieht das zu Dänemark gehörende Territorium als rechtmäßigen Teil der Vereinigten Staaten und droht offen mit Waffengewalt, um seine Vorstellungen durchzusetzen. 

Bereits als der Preis übergeben wurde, gab es bei der Fifa Stirnrunzeln, weil der Dachverband keine Einzelheiten zum Vergabeverfahren veröffentlichte. Einem Insider aus der Fifa-Führungsriege zufolge ist aus diesem Unmut mittlerweile eine „tiefe Peinlichkeit“ geworden.

Zahlreiche Offizielle zeigten sich verärgert darüber, wie mit der ganzen Angelegenheit umgegangen wurde. Ein Top-Funktionär, der seinen Namen nicht nennen wollte, räumte ein, dass die Durchführung der WM in den Vereinigten Staaten eine „sehr heikle“ und „schwierige“ Phase sein wird – das gilt für die Zeit vor dem Startschuss und auch für das Turnier an sich.

Anscheinend muss sich Infantino jetzt im Alleingang um die „politischen Angelegenheiten“ kümmern, die Trump und die Weltmeisterschaft betreffen. Andere haben Angst, dass die ganze Geschichte ihrem eigenen Ansehen schaden könnte.

Fifa steht zu ihrer Wahl für Trump

Ein Informant aus der Fifa äußerte sich so: „Mich in die Politik rund um diese Weltmeisterschaft einzumischen, davon halte ich mich fern. Mein Job betrifft den Fußball auf dem Platz und nichts anderes.“

Der Weltfußballverband zeigt sich davon aber wenig beeindruckt und steht zu seiner Wahl. Gerüchte wolle man nicht kommentieren, ließ die Fifa verlauten. Ein offizieller Vertreter sagte dazu: „Die Fifa unterstützt nachdrücklich ihren jährlichen Friedenspreis, eine Auszeichnung zur Anerkennung außergewöhnlicher Maßnahmen für Frieden und Einheit.“

Die Organisation hob hervor, dass María Corina Machado, die Gewinnerin des Friedensnobelpreises 2025, ihre Auszeichnung an Präsident Trump weitergereicht hat. Zusätzlich unterstrich die Fifa die „starken Beziehungen“ zu Trump und den Führungspersönlichkeiten der Mitausrichter Kanada und Mexiko.

Dies habe zu einer positiven Zusammenarbeit und der Einrichtung einer „White House Task Force for the Fifa World Cup“ in den USA geführt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Lothar Matthäus spricht über die Trainersuche bei Eintracht Frankfurt.

Trainersuche in Frankfurt

Matthäus schließt ein Szenario kategorisch aus